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Oberhavel Mehr Sozialarbeiter an Grundschulen
Lokales Oberhavel Mehr Sozialarbeiter an Grundschulen
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08:00 13.11.2014
Grüne wollen Schulsozialarbeit ausweiten. Quelle: Peter Steffen
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Oranienburg

Die Schulsozialarbeit ist in Brandenburg überwiegend in der Sekundarstufe I, das heißt in den Oberschulen außer den Gymnasien, angesiedelt. Obwohl es zunehmend Bedarf an Grundschulen gibt, sind Sozialarbeiter in der Unterstufe auch in Oranienburg noch eine Seltenheit.

Zwar beschlossen die Stadtverordneten 2010, an der Havelschule einen Sozialarbeiter einzusetzen. Auch an der Comeniusschule richtete die Stadt eine Stelle ein. Den Grünen reicht das vier Jahre später aber nicht mehr aus. Im Ausschuss für Bildung, Jugend und Bürgerbeteiligung (kurz: Bildungsausschuss) beantragte die Partei am Dienstag deshalb „die sukzessive Ausweitung der Schulsozialarbeit auf alle Grundschulen im Stadtgebiet“. Demnach soll die Stadt – je nach Haushaltslage – in jedem neuen Schuljahr eine weitere Stelle für Schulsozialarbeit schaffen, bis alle Grundschulen versorgt sind, heißt es in dem Papier. Grundschulen, die noch keinen Sozialarbeiter hätten, könnten sich auf die geschaffenen Stellen bewerben. Trotz der Diskussionen um den Passus „nach Maßgabe des Haushalts“ im Antragstext sprachen sich die Mitglieder des Bildungsausschusses mehrheitlich für die Ausweitung der Grundschulsozialarbeit aus. Lediglich die CDU stimmte dagegen. „Es geht nicht darum, dass wir keine Notwendigkeit sehen“, begründete Nicole Walter-Mundt (CDU) die Entscheidung ihrer Fraktion. Die Stadtverordnete, zugleich Vorsitzende des Bildungsausschusses, verwies indes auf den Beschluss von 2010: „Wir müssen mit den Zuständigen schauen, wo Bedarf besteht.“ Vor allem mit Blick auf den Haushalt hält die CDU „noch einen Beschluss oben drauf“ nicht für den richtigen Weg. „Wir haben nichts davon, wenn die Stadt eine Stelle schafft, die in ein bis zwei Jahren wieder abgeschafft wird, weil die finanziellen Mittel nicht reichen“, sagte Walter-Mundt.

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Schulsozialarbeit sei nach wie vor Landesaufgabe. „Es kann nicht sein, dass eine Kommune das allein stemmt“, so die Stadtverordnete. Gleichwohl begrüßte sie den Antrag der Grünen: „Er ist ein guter Punkt. Wir müssen jetzt noch einmal über den Stand der Dinge reden“, ergänzte sie.

Knapp 50.000 Euro kostet die Stadt ein Sozialarbeiter pro Jahr. Über das sogenannte 510-Stellen-Programm des Landes wird die Schulsozialarbeit bereits heute mitfinanziert.

Von Josefine Sack

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