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Oberhavel Mit Druck gegen die Klärschlammanlage
Lokales Oberhavel Mit Druck gegen die Klärschlammanlage
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04:53 27.02.2018
Martin Rother, amtierender Bürgermeister Leegebruchs, fordert die Bürger zum Handeln auf. Quelle: Foto: Helge Treichel
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Leegebruch

Die Leegebrucher Gemeindeverwaltung und die Vertreter des Bauausschusses haben sich bei der Sitzung am Mittwochabend eindeutig gegen die Errichtung der umstrittenen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Germendorf positioniert. „Es muss jetzt aber auch massiver Druck aus der Bürgerschaft kommen. Es wird nicht reichen, zu denken, das Rathaus ist auch dagegen, die werden das schon machen“, erklärte Leegebruchs amtierender Bürgermeister Martin Rother im Ausschuss. Man dürfe nicht mit dem Widerspruch warten, bis das Landesumweltamt die umstrittene Anlage erst genehmigt habe, dann sei es definitiv zu spät, erklärte Martin Hinze (CDU) mit Blick auf das laufende Scoping-Verfahren, das der eigentlichen Umweltverträglichkeitsprüfung vorausgeht. Die Gemeinde selbst habe in der Sache ein Umweltbüro eingeschaltet. Martin Hinze erklärte, dass 80 000 Tonnen Schlamm pro Jahr in der Anlage verbrannt werden sollten, das sei eine riesige Menge. „Soviel fällt im ganzen Land Brandenburg nicht an“, so Hinze. Als Vergleichswert lieferte er das Klärwerk Wansdorf, wo 25 000  Jahrestonnen anfielen.

Auch zur Wasserproblematik gab es im Ausschuss Neuigkeiten, Vertreter des Ingenieurbüros Pein stellten ihre Pläne vor. Das übergeordnete Ziel sei es, das Wasser aus dem Ort zu bekommen. So sollen im Pinnower Nordostkanal zwei Durchlässe durch Furten ersetzt werden, im Notfall könnten hier auch mobile Pumpen zum Einsatz kommen. Innerorts indes sollen sämtliche Überbauungen über den Hauptgraben zurückgebaut werden. Zudem soll das Nadelöhr an der Eichenallee zwischen Lidl und Rewe noch in diesem Jahr entfernt werden. Diese Maßnahme wird rund 350 000 Euro kosten und drei bis vier Monate dauern. Im kommenden Jahr solle dann die Birkenallee zwischen Anger und Lindenstraße grundhaft erneuert werden.

Von Marco Paetzel