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Oberhavel Mit Löschschaum, Korso und Bratwurst
Lokales Oberhavel Mit Löschschaum, Korso und Bratwurst
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15:37 24.06.2018
Geschmückte Drehleiter. Am Vormittag ging es bei einem Feuerwehrfahrzeug-Korso durch den Ort. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Hohen Neuendorfs freiwillige Feuerwehr besteht 120 Jahre. Das wurde am Sonnabend im Depot in der Waldstaße gefeiert. Vor allem viele Familien nahmen die Einladung an, kamen zu den Löschvorführungen, den Führungen durchs Depot, nutzten die Gelegenheit zu einem Blick über den Ort von der Plattform der Drehleiter aus oder lernten einfach Nicole Jänicke kennen. Die 38-Jährige ist seit April Zugführerin und damit die erste Frau in dieser Funktion im Landkreis. In ihrer schicken Uniform mit der vierjährigen Tochter an der Seite war sie nicht zu übersehen. Sie kommt aus einer Feuerwehrfamilie und begann vor 28 Jahren selbst mit ihrer ehrenamtlichen Feuerwehr-Karriere. Nicole Jänicke ist beruflich Praxismanagerin in einer Berliner Zahnarztpraxis.

Vor zehn Jahren als Quereinsteiger kam Werner Boes zur Feuerwehr. Als Atemschutzgerätewart lud er am Sonnabend zu Führungen durch die Wache ein. Zur Hohen Neuendorfer Feuerwehr gehören die Löschzüge Hohen Neuendorf, Bergfelde und Borgsdorf mit insgesamt 115 Aktiven. Der Löschzug 1 Hohen Neuendorf zählt davon 47, davon sind wiederum sechs Frauen, informierte Boes. 22 Jugendliche bilden die Jugendfeuerwehr, 18 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren die Kinderfeuerwehr.

Gewandelt haben sich die Aufgaben bei den Einsätzen: Waren 1997 noch 97 Brände zu löschen bei insgesamt 171 Einsätzen, so rückten die Kameraden 2016 zu 133 Einsätzen aus, dabei nur noch zu 32 Bränden. Bei allen anderen Einsätzen wurde die Hilfe der Feuerwehrleute bei ganz anderen Dingen gebraucht: Beim Absichern des Landeplatzes eines Hubschraubers, wenn der Notarzt kommt, bei schweren Unfällen, um Wohnungen zu öffnen, Tiere in Not zu retten, Keller nach Starkregen leer zu pumpen oder Brandwache zu halten bei Großveranstaltungen.

„Wenn auf dem Pieper steht: B-Gebäude-Groß, dann wird es gefährlich“, erklärt Boes, dann brennt ein großes Gebäude. Boes zeigte aber auch, wie man besonders schnell in Stiefel und Hose kommt, wer beim Einsatz das Sagen hat, wie sich die Feuerhölle in einem Brandsimulator anfühlt, dass es nach jedem Einsatz auch ein langes Protokoll zu schreiben gibt, in dem auch steht, wie viel Wasser verbraucht worden ist. Und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, um Feuerwehrmann zu werden. „Zum Beispiel Fitness. Mit Helm, Axt, Sauerstoffflasche, Schlauch und Funkgerät gehen wir mit 35 Kilo am Mann ins Feuer. Das hält man maximal 20 Minuten aus.“

Von Heike Bergt

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