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Oberhavel Mit Polizeihund „Falco“ auf Streife
Lokales Oberhavel Mit Polizeihund „Falco“ auf Streife
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14:51 06.01.2017
Die Diensthundeführer Michael Krauß und Uwe Fetting trainieren regelmäßig mit ihren Polizeihunden auf dem Hundeplatz nahe Velten.
Die Diensthundeführer Michael Krauß und Uwe Fetting trainieren regelmäßig mit ihren Polizeihunden auf dem Hundeplatz nahe Velten. Quelle: Foto: Julian Stähle
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Oranienburg/Zehdenick

Wenn Polizeihauptmeister Michael Krauß mit seinem Auto zur Arbeit fährt, hat er seinen vierbeinigen Partner immer an seiner Seite. Es ist Polizeihund „Falco“ ein deutscher Schäferhund, sein Herrchen ist Diensthundeführer der Polizei in Oranienburg. Zusammen mit seinem Kollegen Uwe Fetting bestreitet er Tages- oder Nachtschichten. An diesem Dienstag ist es sonnig. Pünktlich um 8.30 Uhr starten die Polizeihundewagen ihren Weg zum Hundeplatz. Denn an diesem Tag steht die Ausbildung der Hunde auf dem Tagesplan.

15 Autominuten später fahren Fetting und Krauß auf einen Hundeplatz in der Nähe von Velten. Dort stehen sechs grüne Zelte. Auf einer Wiese lernen die Diensthunde gehorsames Verhalten, Unterordnen, Stellen und Verbellen sowie das Training im Schutzhundbereich. Ziel ist es, die polizeilichen Abläufe zu trainieren und fit zu bleiben.

Sind ein gutes Team: Polizeihauptmeister Michael Krauß und Polizeihund „Falco“. Quelle: Julian Stähle

„Falco“ ist eigentlich ein Fährtenhund wird oft in der Polizeiinspektion Oranienburg, aber auch in anderen Landkreisen eingesetzt. Wenn Täter am Tatort eine Spur hinterlassen hat, ist es dem Diensthund möglich, eine Fährte aufzunehmen. Mittels Geruchsträger kann der Diensthundeführer einen Geruch vom möglichen Täter aufnehmen und dem Hund vorhalten. Das Tier hat in seiner Ausbildung als Fährtenhund gelernt, eine Spur zu verfolgen. Um diese Fähigkeit nicht zu verlieren, ist Training wichtig. Neben dem Training verbringen Fetting und Krauß des öfteren Tages- und Nachtschichten in der PI Oranienburg. Der Auftrag für diese Nacht: Das Streifen und Kontrollieren gewerblicher Objekte, da es zahlreiche Einbruchsdelikte gab.

Gesagt, getan. Nachdem alle Utensilien, privates Zeug, eine Kaffeekanne und etwas Proviant verstaut sind, dürfen die wichtigsten Partner nicht fehlen. Die beiden Diensthunde, die die Beamten auf ihrer Schicht begleiten. Im Gewerbegebiet von Oranienburg beginnt die Schicht, hier streifen die Beamten das Gelände ab. Häufig gab es in der letzten Zeit Einbrüche und Diebstähle. Plötzlich ein Funkspruch: Der erste Einsatz für diese Nacht. Die Polizeihundführer rasen nach Glienicke. Dort wurde über die Leitstelle ein Einbruch gemeldet. Die Täter könnten noch vor Ort sein. Eine Blaulichtfahrt durch die Nacht beginnt. Doch alles halb so wild. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Den Rest der Nacht verbringen die beiden Beamten in Zehdenick in einem Gewerbegebiet. Dort machen sie ihre Runde entlang an Autos, Straßen, großen Parkplätzen, Lagerhallen und Autohäusern.

Werden die beiden Beamten in anderen Landkreisen tätig, handelt es sich meist um schwere Straftaten oder vermisste Personen. Da ist Eile geboten. Besonders schön ist es für Michael Krauß „wenn man im Einsatz etwa bei der Suche nach einer vermissten Person diese auch unversehrt findet oder aus ihrer Situation retten kann.“

Oft kommt es auch vor, dass bei Einsätzen ein oder mehrere Täter flüchtig sind. Dann kommt es wieder auf Falco und seine vierbeinigen Kollegen an. Denn die Täter müssen ja nicht nur überführt, sondern am besten auch gestellt und festgenommen werden.

Von Julian Stähle