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Oberhavel Mit dem „Enkeltrick“ viel Geld erbeutet
Lokales Oberhavel Mit dem „Enkeltrick“ viel Geld erbeutet
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20:07 15.01.2017
Gezielt werden ältere Menschen angerufen, um sie arglistig zu täuschen und Bargeld zu erschwindeln. Quelle: dpa
Hohen Neuendorf

Schon wieder haben Trickbetrüber mit dem sogenannten „Enkeltrick“ eine höhere Geldsumme erbeutet. Diesmal traf es eine 83-jährige Frau aus Hohen Neuendorf. Sie hatte am vergangenen Freitag seit den Nachmittagsstunden mehrere Anrufe erhalten. Die weibliche Stimme am Telefon habe wie die ihrer Schwiegertochter geklungen, sagt die Seniorin. Es wurde behauptet, dass ihr Sohn und seine Frau dringend Geld für den Kauf einer Immobilie benötigten. Entsprechend wurde vereinbart, dass ein vermeintlicher Bekannter zu der alten Dame kommt, um das Geld abzuholen. Am frühen Abend erschien dann eine männliche Person an der Wohnanschrift und erhielt von der arglistig getäuschten Seniorin mehrere zehntausend Euro. Als sich der echte Sohn bei der Frau meldete, stellte sich der Betrug heraus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erst am Mittwoch hatte eine 75-jährige Seniorin aus dem Oranienburger Ortsteil Malz den Anruf einer angeblichen Enkelin erhalten. Diese hatte erzählt, dass sie sich eine Eigentumswohnung kaufen möchte und dazu noch unbedingt 40 000 Euro benötige. Ein Taxi sollte die Rentnerin zur Bank bringen. Nach der Abhebung wollte die angebliche Enkeltochter das Geld bei ihr abholen. Nach dem Telefonat informierte die Rentnerin jedoch umgehend die Polizei. Zivilkräfte legten sich auf die Lauer. Das Taxi kam, die Frau stieg nicht ein. Die angebliche Enkeltochter meldete sich daraufhin nicht mehr.

Ähnliche Fälle werden dieser Tage aus Potsdam, Brandenburg und Bad Belzig vermeldet – mal meldeten sich die Betroffenen rechtzeitig bei der Polizei, mal nicht – und verloren ihr Erspartes.

Eine andere Masche wurde am Donnerstag in Hohen Neuendorf sowie in Töplitz, einem Ortsteil von Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark, praktiziert. Hier gab sich ein Mann jeweils als Polizei- oder Kriminalbeamter aus. Er gab vor, im Zuge von Ermittlungen einen Zettel mit Daten der Betroffenen gefunden zu haben und bat dringlich um ein Treffen. Eine 69-jährige Hohen Neuendorferin ließ sich zwar darauf ein, verständigte aber die Polizei, weil sie einen Zusammenhang zur sogenannten Enkeltrick-Masche vermutete. Beamte in Zivil beobachteten das Haus, der falsche Beamte kam jedoch nicht. Nach ersten Ermittlungen kam der Anruf offenbar aus Schweden, wenngleich eine Berliner Telefonnummer im Display erschien.

Richtig verhielt sich auch die Dame aus Töplitz. Das Verhalten des vorgeblichen Polizisten erschien ihr derart seltsam, dass sie das Gespräch umgehend beendete und keine geforderten Daten zu ihren Konten preisgab. Der Betrüger ging leer aus – und dabei war der Betrug gut vorbereitet. Im Display Telefons der Frau wurde ebenfalls eine Berliner Nummer angezeigt: (030) 4 46 01 10. Hierbei handelt es sich aber um keine Nummer der Berliner Polizei. Ebenso wenig wie es sich bei der Nummer (0331) 1 10 um eine Nummer der Polizei handelt, die bei ähnlichen Betrugsversuchen in der jüngsten Vergangenheit aufgetaucht war.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, dass in keinem Fall Anrufe bei Zeugen und Geschädigten von Straftaten erfolgen und hier Kontoinformationen erfragt werden. In solchen Fällen könne immer von Betrugsversuchen ausgegangen werden.

Von Helge Treichel

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