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Oberhavel Mit neuer Chefin: Jugendclub wurde entrümpelt
Lokales Oberhavel Mit neuer Chefin: Jugendclub wurde entrümpelt
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00:20 27.08.2017
Vivien Genzow (in blau) mit Kremmener Jugendlichen beim Feriencamp an der Großen Plötze in Neuendorf. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Erste Mission: den Jugendclub entrümpeln. Da war einiges zu tun, erzählt Vivien Genzow. Sie ist seit Mitte Juli die neue Jugendkoordinatorin in Kremmen und hatte gleich eine große Aufgabe. Gemeinsam mit den jungen Besuchern des Clubs an der Straße der Einheit wurden die Räume aufgehübscht. „Ich habe mit den Jugendlichen gesprochen und sie erzählten, dass sie sich räumlich verändern wollen“, erzählt die 24-Jährige. „Es hatte sich ziemlich viel angesammelt, vieles wurde zwischengelagert.“ Einige der Möbel seien zudem nicht reparierbar gewesen. Zehn Kubikmeter Müll wurden rausgetragen und weggebracht. „Die Jugendlichen und Gemeindearbeiter haben geholfen“, sagt Vivien Genzow. Auch der Farbanstrich hat den Clubgängern in Kremmen nicht mehr gefallen. „Die Wände waren sehr bunt, viele fanden sie zu bunt", so die neue Leiterin. Ausflüge zu einem bekannten großen Möbelhaus standen daraufhin auf dem Programm.

Vivien Genzow hat sich mit den jungen Leuten ins Abenteuer der Neugestaltung gestürzt. „Sie haben gemerkt, dass ich neu bin, und ich bin ja gewillt, was zu verändern. Das ist deren Club, und sie sollen sich darin wohl fühlen. Das ist das Ziel. Das war spannend mit anzusehen, wie alle geholfen haben.“

Dabei kümmert sich die in Velten lebende Vivien Genzow nicht nur um den Raum in Kremmen. Jugendclubs gibt es auch in Beetz, Flatow und Staffelde. In Groß-Ziethen ist im vergangenen Jahr ein kurzzeitiger Versuch mangels Besucher gescheitert. Ob dort noch mal ein Testlauf gestartet wird, ist offen. Sechs Tage pro Woche sind die Clubs geöffnet – allerdings nicht alle an allen Tagen, „das wäre personell nicht machbar.“ In Kremmen läuft der Jugendclub besonders gut, da lasse sich sehr viel machen – und auch immer wieder in Zusammenarbeit mit den Ortsteilen.

Mit Kindern zu arbeiten – das war schon immer ihr Ziel. Das sagte sie bereits in einem MAZ-Interview im Jahre 2013. Damals machte sie gerade ein Praktikum bei der Jugendarbeit im Nachbarort Oberkrämer und leitete den Jugendclub in der Alten Remonteschule in Bärenklau. Sie besuchte vorher die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder und absolvierte ihr Wirtschaftsabitur später in Oranienburg. Dann machte sie eine Ausbildung zur Erzieherin bei der Agus-Gadat-Bildungsgruppe in Neuruppin. 2013 sagte sie, danach würde sie erst mal in die USA gehen – das tat sie auch zwei Jahre später. Bis zu ihrem Jobantritt in Kremmen arbeitete sie in einer bilingualen Kita im Berliner Stadtteil Französisch-Buchholz. Das hat ihr Spaß gemacht, „aber ich habe recht schnell gemerkt, dass mein Herz für Jugendliche schlägt.“ Als in Kremmen die Stelle der Jugendclubleitung frei geworden ist, bewarb sie sich. Nachdem klar war, dass sie den Job hat, gab sie ihre Arbeit in Berlin auf.

Ihre erste große Bewährungsprobe hatte Vivien Genzow im Juli im Feriencamp an der Großen Plötze in Neuendorf. Am Donnerstag steht der nächste Höhepunkt auf dem Programm: Am Kremmener See steigt am Nachmittag eine Strandparty – mit vielen Spielen und Musik.

Von Robert Tiesler

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