Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Mühlenbecker Land Keine pauschalen Zusagen
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Keine pauschalen Zusagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:01 28.07.2019
Start des Sonderzugs vor dem ehemaligen Bahnhof Schildow an der Heidekrautbahn-Strecke. Quelle: Gemeinde Mühlenbeck
Schildow

Es ging ein Sonderzug von Schildow nach Schönwalde West. Er weckte Hoffnungen bei den Fahrgästen. Mit an Bord: Fahrgäste aus den Gemeinden Mühlenbecker Land und Wandlitz, darunter Mitglieder der dortigen Bürgerinitiativen, Gemeindevertreter und die beiden Bürgermeister Jana Radant (Wandlitz) und Filippo Smaldino (Mühlenbecker Land). Der Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) Detlef Bröcker mit seinen Planern und Sprechern fuhr ebenso mit wie Vertreter des Landesverkehrsministeriums und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB).

Nicht alle Ängste sind tatsächlich ausgeräumt

Es ging mal wieder um die Wiederinbetriebnahme der alten Stammstrecke der Heidekrautbahn. Danach frohlockte man in der Gemeindeverwaltung Mühlenbeck bereits: „Viele Ängste und Sorgen, insbesondere zum Lärmschutz, wurden vorgetragen. Einige konnten entkräftet werden. Nächtlichen Güterverkehr etwa soll es auf der Strecke nicht geben.“

Auf Nachfrage bei der NEB meint jedoch die NEB-Sprecherin für die Heidekrautbahn, Katja Tenkoul, dass man das so strikt nicht sagen könne: „Derzeit findet kein nächtlicher Güterverkehr statt. Aber niemand kann in die Zukunft gucken.“ Der Bedarf könnte sich ändern, so dass ein nächtlicher Güterverkehr notwendig werde. Derzeit überführe Stadler aus Berlin-Pankow zwei- bis dreimal wöchentlich U-Bahnzüge auf der alten Stammstrecke, die aber noch nicht für den Personenverkehr ausgebaut ist.

Lärmbelastung wird minimiert

Auch den Verzicht auf das Läuten an Bahnübergängen während der Schrankenschließungen hält Katja Tenkoul für unwahrscheinlich. Sicher sei vielmehr: „Bei allen neuen Bahnübergängen wollen wir Schranken einbauen und können somit auf das vorgeschriebene Pfeifen der Züge bei der Durchfahrt verzichten.“ Die Schrankenschließungen seien aber viel leiser als der Signalton des Triebwagens. Dagegen müssten die Schließzeiten bei jeder Örtlichkeit neu betrachtet werden. Eine pauschale Festlegung auf maximal zwei Minuten, wie sie im Rathaus Mühlenbeck verstanden worden ist, konnte die Sprecherin nicht bestätigen.

Umweltschutz ist angestrebt

Weiter heißt es in der Rathaus-Mitteilung: „Auf der Strecke soll die moderne, umweltfreundliche Technik der wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Diese sind um ein Vielfaches leiser als die bisherigen Diesel-Triebwagen.“ Katja Tenkoul weist aber darauf hin, dass dies lediglich Wunsch sei: „Das Modellvorhaben ist in der Mache.“ Die Realisierung hänge jedoch von Fördermitteln ab, die von der NEB dafür erwartet werden.

Umstritten ist auch der Einsatz von Glyphosat zur Unkrautbekämpfung an Bahndämmen. NEB-Chef Bröcker sieht derzeit aber keine wirtschaftliche Alternative dazu. Bürgermeister Smaldino fordert aber zumindest vor der Kita „An der Heidekrautbahn“ den Einsatz von Glyphosat zu beenden. Wie bereits in Naturschutzgebieten üblich, könnte auch dort mechanisch entkrautet werden.

Von Matthias Busse

Seit elf Monaten ist das „Grüne Klassenzimmer“ im Oranienburger Schlosspark der Arbeitsplatz des 19-jährigen Niklas Münz. Den gebürtigen Bonner verschlug es aus familiären Gründen nach Oberhavel, wo er nun ein freiwilliges ökologisches Jahr absolvierte. Das sei auf keinen Fall ein verschenktes Jahr, findet er.

26.07.2019
Oberhavel Polizeibericht aus Oberhavel vom 26. Juli 2019 - Polizeiüberblick: Schwer verletzter Radfahrer in Glienicke

Ein schwer verletzter Radfahrer in Glienicke, 20.000 Euro Schaden nach einem Wildunfall bei Gransee, ein verletzter Polizeibeamter in Oranienburg – dies und mehr gibt es im Polizeiüberblick aus Oberhavel vom 26. Juli 2019.

28.07.2019

Die Gemeinde möchte den Sportplatz Zühlsdorf komplett umbauen und der Eigentümer vom Rahmersee will ganzjährig Gesundheitsangebote machen. Dafür nötige Änderungen der Nutzungspläne für angrenzende Grundstücke sind im Rathaus Mühlenbeck ausgelegt. Des Weiteren können Bürger auch die Pläne zu Erweiterungen von Gewerbegebieten einsehen und Einwände dagegen erheben.

25.07.2019