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Mühlenbecker Land Der erste Spatenstich ist gemacht
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17:19 08.10.2019
Staatssekretärin, Vizelandrat, Landtagsabgeordneter und Ortsvorsteher: Gemeinsam wurde am Dienstag der Spatenstich für den Radweg an der B 273 zwischen Wensickendorf und Wandlitz vollzogen. Quelle: Enrico Kugler
Wensickendorf/Wandlitz

Der von Anwohnern und Fahrradfreunden lang ersehnte Radweg an der B 273 zwischen Wensickendorf und Wandlitz soll bis zum Dezember 2020 Realität werden: Die ersten symbolischen Spatenstiche wurden am Dienstagvormittag unter der Regie des Landesbetriebes für Straßenwesen gesetzt.

„Dank für ihre Hartnäckigkeit“ gelte in diesem Zusammenhang der ortsübergreifenden Bürgerinitiative, die sich seit Jahren für das Projekt stark gemacht hatte, sagte Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse (SPD) während der feierlichen Veranstaltung, bei der sie selbst zum Spaten griff. Bei dem symbolischen Akt wurde sie unter anderen unterstützt vom Ersten Beigeordneten und Vizelandrat Egmont Hamelow (CDU), vom SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann sowie dem Wensickendorfer Ortsvorsteher Heinz Ließke (FWO).

Staatssekretärin Ines Jesse während des symbolischen Baustarts. Ab Montag sollen die Bauarbeiter tatsächlich loslegen. Quelle: Enrico Kugler

„Mit dem neuen Radweg verbessern wir die Mobilität im ländlichen Raum“, sagte die Staatssekretärin. Grundlage dafür sei die Radverkehrsstrategie des Landes, die von der neuen Radverkehrsbeauftragten koordinierend umgesetzt werde. „In diesem Jahr setzen wir etwa zwölf Millionen Euro für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen ein“, sagt sie . Zwischen Wensickendorf und Wandlitz seien Kinder, Jugendliche sowie alle anderen Radler zukünftig sicherer unterwegs.

Die B 273 in Höhe Gasthaus & Pension Rosché in Wandlitz. Quelle: Helge Treichel

Der zu bauende Abschnitt ist rund fünf Kilometer lang. Aber es geht um mehr als nur einen asphaltierten Streifen: Unter anderem ist der Bau einer Radwegbrücke über die Briese erforderlich. Parallel zum Bau ist vorgesehen, drei vorhandene Grabendurchlässe im Baubereich zu erneuern und die Fahrbahndecke der B 273 vom Knotenpunkt B 273/Basdorfer Straße bis zum Bahnübergang in Wensickendorf zu sanieren. Darüber hinaus wird der bestehende Radweg in Richtung Schmachtenhagen saniert. Alle betroffenen Grundstückszufahrten werden baulich angepasst. Zudem wird in den Ortslagen Wensickendorf, Stolzenhagen und Rahmersee im Auftrag der Stadt Oranienburg und der Gemeinde Wandlitz eine Straßenbeleuchtung installiert. Der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) realisiert parallel die Abwassererschließung im Gebiet zwischen Lindenweg und Gärtnerweg an der Wandlitzer Chaussee. Ziel sei es, die Leitungen in der Erde zu haben, bevor der Radweg darüber gebaut wird, sagte Heinz Ließke.

Wensickendorfs Ortsvorsther Heinz Ließke während seiner Ansprache. Quelle: Enrico Kugler

Der Bau des Radweges und die Erneuerung der Bundesstraße erfordern umfangreiche Sperrmaßnahmen. Während der Bauarbeiten wird die Fahrbahn halbseitig gesperrt. Für den Bau der Durchlässe und während der Deckenerneuerung würden mehrwöchige Vollsperrungen eingerichtet, kündigte Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb an. Die erste etwa dreiwöchige Vollsperrung zum Bau des ersten Durchlasses zwischen den Kreisverkehren Zühlsdorfer Chaussee und B 109 sei bereits ab Ende dieses Monats zu erwarten. Laut Bauplanung soll das Gesamtprojekt im Dezember 2020 beendet sein.

Investiert wird gemeinsam

Das Bauvorhaben wird gemeinsam vom Bund und den Kommunen mit 3,8 Millionen Euro finanziert.Der Bund beteiligt sich mit 2,5 Millionen Euro, Oranienburg investiert 250 000 Euro, Wandlitz 190 000 Euro und das Land Brandenburg 60 000 Euro.Seit dem Planfeststellungsantrag 2011 hat sich die Bürgerinitiative Pro Radweg für das Projekt eingesetzt – mit Unterschriftensammlung und Demonstrationen.

„Was lange währt, wird endlich gut!“, kommentierte Björn Lüttmann. Er freue sich, dass das Warten ein Ende hat und bald eine sichere Radwegverbindung zwischen Wensickendorf und Wandlitz existiert. Der verstärkte Ausbau von Radwegen werde aber auch in der Klimaschutzdebatte eine deutlich stärkere Rolle spielen müssen. Den Menschen müsse es leichter gemacht werden, das Auto stehen zu lassen: „Für das Berliner Umland setze ich mich auch für die Schaffung von Radschnellwegen um und nach Berlin ein“, so Lüttmann.

Fahrraddemo für den nächsten Radweg

Heinz Ließke drückte seine Hoffnung darüber aus, dass die Bauleute der Firma Matthäi das Projekt vorfristig realisieren. Wensickendorf, Stolzenhagen und Rahmersee hätten anlässlich der Eröffnung ein Volksfest geplant – und im Winter lasse es sich nicht so gut feiern. Zudem erinnerte der Ortsvorsteher an die nächste Fahrraddemo am 26. Oktober – für den Radweg entlang der L 21 nach Zühlsdorf.

Von Helge Treichel

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