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Mühlenbecker Land Pflege einheimischer Küchentradition in der Bahnhofstube
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Pflege einheimischer Küchentradition in der Bahnhofstube
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19:50 04.11.2019
Ines Knorr von der Bahnhofstube in Zühlsdorf serviert deutsche Gerichte, darunter Grillente mit Rotkohl und Klößen. Quelle: Matthias Busse
Zühlsdorf

Von außen hat der mehr als 100 Jahre alte rote Klinkerbau mit seinem mächtigen Ziegel-Walmdach Landhauscharakter. Innen strahlt er moderne Klarheit aus – helle hochlehnige Stühle stehen vor lichtgrau gestrichenen Wänden. Dieser Einrichtungsstil wird gern von Edelrestaurants gepflegt. Durchaus ist die Küche der „Bahnhofstube“ an der Station Zühlsdorf ambitioniert.

Irische Rinderbacke und Grillente stehen auf der Karte. Aber ebenso bodenständige Gerichte wie Kalbsleber, Blutwurst und Eisbein. Natürlich auch Schnitzel in verschiedenen Varianten. Denn die Bahnhofstube ist keinesfalls nur ein Gourmet-Tempel für ebenfalls dort einkehrende Briese-Wanderer oder Berliner, sondern vor allem ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen.

Ines Knorr vor ihrer Bahnhofstube in Zühlsdorf. Quelle: Matthias Busse

Zur Ente harmoniert ein Gutedel

Es herrscht eine herzliche Atmosphäre. Mittendrin Ines und Steffen Knorr, das Inhaberehepaar. Angesprochen auf das Besondere ihrer Küche, antwortet die Chefin: „Deutsche Küche. Wir bereiten alles frisch zu.“ Manches komme direkt vom Feld des Kochs, wie derzeit die Früchte für die Kürbissuppe. Ich nehme die Grillente mit Rotkohl und werde nicht enttäuscht. Die Soße ist klassisch mit Bratensaft angesetzt. Die Haut ist wunderbar knusprig. Das Fleisch ist erwartungsgemäß gut im Ofen durchgegart und von faseriger Konsistenz. Weil das Fleisch zusammen mit den Knochen zubereitet wird, erhält es sein spezifisches Aroma.

Grillente mit Rotkohl und Klößen. Quelle: Matthias Busse

Ganz klar ist das einheimische Küchentradition. Wobei der Koch Ungar ist und zuvor in Österreich am Herd gestanden hat. Sein Kaiserschmarren soll ein Renner sein. Weil ich den nächsten Zug schaffen möchte, probiere ich die Süßspeise nicht mehr. Ich verrate aber, da ich keinen Rotwein trinke: Meine Wahl eines nicht ganz trockenen etwas fruchtigen Haltinger Gutedels aus Weil am Rhein harmoniert gut mit der Hauptspeise.

Der Abschied fällt schwer

An den Adventssonntagen von 11 bis 14 Uhr gibt es noch wenige freie Tische in dem 40-Plätze-Restaurant. An den Wochenenden empfiehlt sich immer eine Voranmeldung. Ich werde das nutzen, vielleicht während einer der Lesungen, Weinverkostungen oder Kabarettabende.

Der Gastraum ist modern eingerichtet. Quelle: Matthias Busse

Gedacht war das Restaurant 2013 eigentlich für den Sohn der Inhaber. Der sprang aber ab. Deshalb führt das Paar es selbst. Bereut habe sie es nicht: „Ich will hier nicht mehr weg“, betont Ines Knorr. Auch mir fällt der Abschied schwer.

Alle Angebote stehen im Internet unter www.bahnhofstube.de.

Von Matthias Busse

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