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Mühlenbecker Land Gutshof in Feldheim brennt
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Gutshof in Feldheim brennt
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21:06 20.06.2019
Die Freiwillige Feuerwehr während ihres Einsatzes in Feldheim. Quelle: Gemeinde Mühlenbecker Land
Mühlenbeck

Die Qualmwolken waberten bis ins Ortszentrum von Mühlenbeck – und doch haben es nur wenige mitbekommen: Am ersten Ferientag schliefen wohl die meisten Einwohner noch friedlich, als bei der Feuerwehrleitstelle gegen 3.30 Uhr am Donnerstagmorgen der Notruf einging: In einem Scheunenteil des alten Gutshofes Feldheim war ein Feuer ausgebrochen, das auf die benachbarten Wohnungen überzugreifen drohte.

Die Freiwillige Feuerwehr Mühlenbecker Land rückte mit allen vier Löschzügen an. Auch die Feuerwehr Bergfelde unterstützte die Einsatzkräfte. Die 60 Kameraden hatten den Brand nach etwa einer Stunde unter Kontrolle. Allerdings dauerten die Restlöscharbeiten bis gegen 11.30 Uhr an, informierte Gemeindebrandmeister Lutz Strausdat auf Nachfrage. Der Wind hatte die Glut immer wieder angefacht.

Wohnung ist unbewohnbar

Nach ersten Erkenntnissen brauch das Feuer in einer als Abstellraum genutzten Scheune aus. Da sich dort auch Heu befand, fraßen sich die Flammen schnell bis zum Dach vor und setzten sich in der Zwischendecke fest, berichtet Strausdat. Die Feuerwehren öffneten das Dach an mehreren Stellen, um an die versteckten Brandherde heranzukommen und ein Übergreifen auf die benachbarten Wohnbereiche zu verhindern. Durch das Löschwasser sei die Wohnung eines älteren Ehepaars beschädigt worden und vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehrkameraden kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden. Die Scheune allerdings ist weitgehend zerstört. Rettungsdienst und Polizei kamen zum Einsatzort. Zur Brandursache ermittelt jetzt die Kripo.

Zwei Kommunalpolitiker am Einsatzort

Bürgermeister Filippo Smaldino (SPD) stand am frühen Morgen vor Ort der betroffenen Familie zur Seite, leistete Beistand und bot seine Hilfe an. Die Verwaltungsmitarbeiter setzen sich nun dafür ein, eine dauerhafte Bleibe für die Betroffenen zu finden, heißt es aus dem Rathaus. Auch sein Herausforderer, CDU-Bürgermeisterkandidat Mario Müller, war vor Ort – sogar seit Einsatzbeginn. Als Feuerwehr-Führungskraft fungierte der Schönfließer als Abschnittsleiter für einen zu löschenden Abschnitt. Er hatte frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Wohnung zunächst unbewohnbar sein wird.

NINA warnte vor Rauch

Kurz nach Beginn des Feuerwehreinsatzes gab die bundesweite Warn-App NINA eine Meldung zum Brand heraus. Wer die App auf seinem Smartphone installiert hat, wurde per Push-Meldung auf die sich nähernde Qualmwolke aufmerksam gemacht. Handlungsempfehlung der App: „Bitte schließen Sie sofort Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.“ NINA wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben und kann im Store für IOS und Android kostenfrei heruntergeladen werden.

Von Helge Treichel

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