Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Mühlenbecker Land Heidekraut-Bahn spaltet Mühlenbeck
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Heidekraut-Bahn spaltet Mühlenbeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 29.03.2019
Auf dem Parkplatz am Berufsförderungswerk könnte der Bahnhof entstehen. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Mühlenbeck

Groß war der Informationsbedarf am Montag, als die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) als Planer zur Reaktivierung der Heidekrautbahn in den „Mühlentreff“ eingeladen hatte. Per Power-Präsentation warb die NEB für das Projekt.

Viele Anwohner freuen sich über den geplanten Bahnanschluss

Und während sich viele über den neuen Bahnanschluss freuen, machte sich bei anderen Skepsis breit. Die Sorge um Erschütterungen und somit befürchtete Schäden an Häusern für direkte Anwohner sowie die Lärmbelastung sind der Grund. Auch die vorgestellte Idee, wo sich der Heidekraut-Bahnhof in Mühlenbeck mal befinden könnte, sorgte für Aufregung.

Anzeige

Auch die Sorge um Erschütterungen und Lärm geht um

Die Planer haben die Stelle Höhe des Parkplatzes vor dem Berufsförderungswerk an der Kastanienallee anvisiert. „Warum kann man den Bahnhof nicht Höhe der S-Bahn bauen“, fragte ein Anwohner. Antwort: „Dann müsste ein zusätzliches Gleisbett gebaut werden. Das ist nicht vorgesehen.“ Auch der Alternativ-Standort Höhe der Ackerfläche an der KGA Hasenheide war im Gespräch. Doch dort befindet sich derzeit noch ein Naturschutzgebiet.

Auf Höhe des Berufsförderungswerkes könnte der Bahnhof entstehen

Zwei beschrankte Bahnübergänge soll es geben. Die Wartezeit bei Zugdurchfahrt soll laut Plan um die zwei Minuten betragen. Wilde Querungen wie am Kiessee werden geschlossen oder gesichert. Bei Schließung entfallen Pfeifsignale, bei Sicherung nicht. Silke Paland aus Basdorf: „Ich wohne direkt an der Bahnstrecke. Das Pfeifsignal ist sehr nervig.“

Ein Lärmschutzgutachten soll noch 2019 in Auftrag gegeben werden

Ein noch in diesem Jahr aufgestelltes Lärmschutzgutachten soll klären, welche Maßnahmen wo und für wen nötig werden. Die Gemeinde strebt nun an, einen Ausschuss „Heidekrautbahn“ zu bilden. Die Nahverkehrslinie soll ab 2023 auf ihrer alten Stammstrecke zwischen Berlin-Wilhelmsruh und Basdorf (Barnim) wieder fahren und perspektivisch mal bis zum Bahnhof Gesundbrunnen ausgebaut werden.

Von Jeannette Hix

Anzeige