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Mühlenbecker Land Kampf um Radweg an der L21: Ab jetzt gibt es eine Bürgerinitiative
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Kampf um Radweg an der L21: Ab jetzt gibt es eine Bürgerinitiative
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19:28 26.10.2019
Ein Plakat am Ortsausgang von Summt weist nun auf den fehlenden Radweg hin. Quelle: Robert Tiesler
Summt

Auf dem großen Plakat am Summter Ortsausgang steht eine Frage: „Was fehlt hier?“. Die Antwort erschließt sich aus dem Bild. Zu sehen ist ein radfahrendes Kind auf einer Landstraße. Es wird von einem Auto ziemlich dicht überholt. Und die Antwort auf die Frage lautet: Es fehlt ein Radweg.

Etwa 100 Leute haben am Sonnabendvormittag auf ihren Fahrrädern für den Bau eines Radweges an der Landesstraße 21 zwischen Summt, Zühlsdorf und Wensickendorf demonstriert. Sie trafen sich in Wensickendorf und Zühlsdorf und fuhren dann – sicher von der Polizei begleitet – auf der L21 zum Summter Marktplatz. Die Strecke war in dieser Zeit für Autos gesperrt. Die Demo ist für die Radler der vermutlich sicherste Moment, die sonst so stark befahrene Straße zu nutzen.

Die Radfahrer-Demo führte von Wensickendorf nach Summt. Quelle: Robert Tiesler

Joana Ohme hatte bei der Kundgebung in Summt gleich noch eine Neuigkeit: „Wir haben eine BI gegründet.“ Eine Bürgerinitiative will ab jetzt für den Bau eines Radweges kämpfen – beziehungsweise darum, dass der Radwegbau zwischen Summt und Wensickendorf überhaupt erst mal auf die Prioritätenliste des Landes Brandenburg kommt. Erste Amtshandlung der BI war die Schaffung des Plakates am Summter Ortsausgang. „Das wird so lange stehen bleiben, bis wir den Radweg endlich haben“, so Joana Ohme, die die Sprecherin der Bürgerinitiative ist.

Wensickendorfs Ortsvorsteher Heinz Ließke kündigte an, dass es im November eine Versammlung zu diesem Thema geben soll. „Um uns zu unterstützen, brauchen wir Helfer“, sagte er zur BI-Gründung. „Wir wollen die Aufgaben auf breite Schultern verteilen. Wichtig sei es, die Meinung der Bürger nach außen zu tragen. Der Termin für die Versammlung solle noch bekanntgegeben werden. Heinz Ließke kündigte zudem an, dass auch in Wensickendorf ein Plakat wie das in Summt aufgestellt werden soll.

Heinz Ließke spricht auf der Kundgebung für einen Radweg an der L21 in Summt. Quelle: Robert Tiesler

Der Summter Peter Witte erinnerte bei der Kundgebung an den Kampf um den Radweg zwischen Summt und Mühlenbeck, und er erinnerte auch daran, dass es damals von der Landesregierung geheißen habe, dass die L21 eine der am stärksten befahrenen Landesstraßen sei. „Und es ist ja noch mehr Verkehr dazugekommen“, so Peter Witte weiter. „Es gibt viele Gründe, um für unseren Radweg zu kämpfen.“

Die neue Landesregierung will 20 Millionen Euro mehr für neue Radwege zur Verfügung stellen, hieß es außerdem bei der Kundgebung. Die Demoteilnehmer hoffen, dass davon irgendwann auch was an ihrer Strecke ankommt.

Von Robert Tiesler

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