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Mühlenbecker Land Büromöbelhändler belebt Asimex-Hallen
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01:16 19.08.2018
Das Firmenlogo des Gebrauchtmöbelhändlers wird an der Fassade montiert. Quelle: Helge Treichel
Mühlenbeck

Es hat länger gedauert als zunächst angenommen, aber im September soll auch der Bürotrakt der Firma „Office 4 Sale“ endlich bezugsfertig sein. Während die großflächigen Hallen von dem Händler für gebrauchte Büromöbel wie geplant zum Jahresbeginn in ihre neue Nutzung überführt wurden, waren beim repräsentativen Eckgebäude Schwierigkeiten aufgetreten.

Geschäftsführer Nikolai Kuljasow wohnt in Schildow und gründete vor gut 15 Jahren die Vorgängerfirma von „office-4-sale“. Quelle: Helge Treichel

Vor gut zwei Jahren hatte Nikolai Kuljasow das Objekt mit spannender Vorgeschichte gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsführer und Mit-Inhaber Alexander Potthoff erworben. Mehr als 25 Jahre lang stand das einst gut gesicherte und streng bewachte DDR-Lager für Waren aus dem Westen am S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle ungenutzt leer. Die Asimex Import-Export-Agentur gehörte zum Firmenimperium des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski, der in Mühlenbeck dereinst unter den wachsamen Augen der Staatssicherheit Kunstgegenstände, Antiquitäten und eben auch Waren für den Intershop lagerte. Alles wurde für kostbare D-Mark verkauft. Der einstmals gut sichtbare Schandfleck ist jetzt beseitigt.

Aktuell 18 Mitarbeiter von „office-4-sale“ haben am Standort Mühlenbeck einen Arbeitsplatz gefunden. Insgesamt beschäftigt der nach eigenen Angaben größte deutsche Anbieter für hochwertige Büromöbel im Gebraucht- und Sekundärmarkt 40 feste Mitarbeiter an seinen insgesamt sechs Standorten. Kooperiert werde mit etablierten Speditionen und Umzugsunternehmen.

Ausstellungsbereich von „office-4-sale“ in Mühlenbeck. Mitarbeiter drapieren die Möbel und Accessoires. Quelle: Helge Treichel

Nikolai Kuljasow kam vor gut 15 Jahren auf die Idee, „Möbel mit Berufserfahrung“ zu verkaufen. „Damals hat das in der Region Berlin noch keiner gemacht“, sagt der 45-Jährige, der als kleines Kind nach Deutschland kam und seit dem Sommer 2013 durch den Zusammenschluss seiner damaligen Gebrauchtmöbelfirma VZS Büromöbel OHG mit dem ehemaligen Konkurrenten „office-4-sale“ Büromöbel GmbH & Co. KG unter der gemeinsamen Firmierung „office-4-sale Büromöbel GmbH“ zum größten Gebrauchtmöbelhändler Deutschlands aufstieg. Die Differenz von neuen und gebrauchten Büromöbeln „fand ich so spannend, dass ich das zu meinem Beruf gemacht habe“, sagt der Geschäftsmann, der seit 2003 in Schildow zu Hause ist. Dadurch ist er häufig an dem im Graffiti überzogenen Objekt in Mühlenbeck vorbeigekommen –und ließ sich ein Exposee schicken. Vorbesitzer war ein Brite ägyptischer Abstammung, der das Objekt zwölf Jahre in seinem Besitz hatte, es aber nicht nutzte.

In den Hallen mit einer Gesamtnutzfläche von rund 7000 Quadratmetern gibt es Lager- und Ausstellungsflächen, einen Logistikbereich sowie eine kleine Werkstatt zum Reparieren und Aufarbeiten der Gebrauchtmöbel. Weitere rund 1000 Quadratmeter stehen in dem Bürotrakt zur Verfügung, in dem gerade der Innenausbau auf Hochtouren läuft. „Mitte September werden wir spätestens einziehen“, sagt Detlef Bracht, Berater und CSR-Manager. Im Anschluss müsse dann noch das Außengelände gestaltet werden.

Der Innenausbau in dem neu errichteten Bürotrakt läuft. Quelle: Helge Treichel

In Mühlenbeck werden schon seit Jahresbeginn Kunden empfangen, „wobei das Hauptgeschäft online abläuft“, sagt Detlef Bracht. Rund 80 Prozent entfielen inzwischen auf das Internet. Deshalb sei Mühlenbeck in erster Linie ein Lager. Der Erwerb des Objektes habe sich als absolut richtig erwiesen, bilanziert Geschäftsführer Nikolai Kuljasow. Er kann jetzt nicht nur im Mühlenbecker Land wohnen, sondern auch arbeiten. Grundlage für den geschäftlichen Erfolg sei ein zunehmendes ökologisches Umdenken vieler Geschäftsleute beim Einrichten ihrer Unternehmen.

Von Helge Treichel

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