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Mühlenbecker Land Ortsbeirat besichtigt Gehweg an der Dorfstraße
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Ortsbeirat besichtigt Gehweg an der Dorfstraße
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01:17 17.11.2018
Gehweg an der Dorfstraße Zühlsdorf: Esther Jankowski von der Kindertagespflege „Gänseblümchen“ kommt hier nahezu täglich mit ihren Schützlingen vorbei. Quelle: Helge Treichel
Zühlsdorf

Ein Rollator bleibt in den riesigen Spalten der zerbröselten Gehwegplatten hängen, ein Kinderwagen auch. Diesen Beweis hatte die Zühlsdorfer Ortsvorsteherin Ursel Liekweg (SPD) antreten wollen: Der Gehweg an der Dorfstraße muss dringend ausgebaut werden. Die Bauarbeiten sind längst überfällig. Hier müsse mit solider Gründung ausgebaut werden, ist die Politikerin überzeugt. Die Schäden sind so tiefgreifend, dass ständige Reparaturen nicht mehr weiterhelfen.

Eigentlich sollte der Gehweg bereits in diesem Jahr ausgebaut werden. Anwohner hatten das mit einer Petition in letzter Sekunde verhindern können. Nach der Abwassererschließung, an der Grundstückseigentümer ebenfalls beteiligt wurden, sei das ein zu dicker finanzieller Brocken, findet Gastwirt Mario Böhme noch immer und noch in den nächsten zwei, drei Jahren. Er hatte seinerzeit Unterschriften gesammelt und wähnt rund 80 Prozent der etwa 60 Betroffenen hinter sich.

Ortstermin in der Dorfstraße von Zühlsdorf. Quelle: Helge Treichel

Ursel Liekweg widerspricht. Diese Zahl sei zu hoch gegriffen. Vielmehr mehrten sich Stimmen, dass angesichts des Wegzustandes endlich etwas passieren muss. Die Kommunalpolitikerin führt die Stürze von Fußgängern und Radfahrern an. „Insbesondere der Teil zwischen Basdorfer Straße und Kirche ist nicht mehr befahrbar – beidseitig“, sagt sie. Die Gehwegplatten stammten noch aus der Zeit vor 1989.

Hinzu komme, dass ein solider Unterbau fehlt und somit Schäden zum Beispiel beim Befahren viel leichter entstehen können, erläuterte Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky. Das habe eine Untersuchung ergeben. Die Gesamtmaßnahme koste rund 350.000 Euro inklusive Beleuchtung. Die zu erwartenden Kosten für jeden Eigentümer bezifferte die Ortsvorsteherin bei einem 50-prozentigen Kostenanteil mit rund 3000 Euro für ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück. Ein Stundungsangebot müsse die Gemeinde mit aktuelle sechs Prozent verzinsen, sodass diese Möglichkeit für Betroffene derzeit eher unattraktiv ist, schätzte Labitzky ein.

Kontroverse Diskussionen entwickeln sich beim Ortstermin. Quelle: Helge Treichel

Der aktuelle Beschluss der Gemeindevertretung besagt, dass der desolate Gehweg innerhalb der nächsten drei Jahre gebaut werden soll. Das Geld dafür sei vorhanden und könne auf das nächste Jahr übertragen werden, wurde informiert. Mario Böhme machte jedoch deutlich, dass 2019 zu früh sei. Erst vor fünf Jahren habe er die Fläche vor seinem Grundstück privat pflastern lassen. Kosten „10.000 Euro“. „Die Gemeinde kommt ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nach“, sagte Siegfried Hermann mit Blick auf die Schäden und drückte den Frust mehrerer Anwohner aus: die Instandhaltung sei vernachlässigt worden.

Zumindest die besonders zerfahrene Schadstelle soll nun aber kurzfristig repariert werden, sicherte Bauamtsleiter Labitzky zu.

Von Helge Treichel

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