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Mühlenbecker Land Politischer Rückenwind für Mario Müller
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11:08 16.08.2019
Bei der Bürgermeisterwahl im Mühlenbecker Land wird CDU-Kandidat Mario Müller (M.) von Anita Warmbrunn (AG Mühlenbecker Land) und Thorsten Friedrich (FDP, v.l.) sowie Erwin Lukas und Werner Haberkern (beide Freie Wähler, v. r.) unterstützt. Quelle: Foto: Helge Treichel
Mühlenbecker Land

 Die Fraktionen der Freien Wähler sowie der FDP/AG Mühlenbecker Land unterstützen den CDU-Bürgermeisterkandidaten Mario Müller. „Wir bitten unsere Anhänger, diesem Kandidaten ihre Stimme als neuen Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land zu geben“, sagt Fraktionsvorsitzender Werner Haberkern (Freie Wähle) während eines Pressegesprächs am Mittwochvormittag mit Blick auf einen Personalwechsel an der Verwaltungsspitze.

Im vergangenen Jahr und vor allem in jüngster Zeit habe sich gezeigt, dass die SPD-Fraktion in der Gemeinde gemeinsam mit der Fraktion Die Linke und dem SPD-Bürgermeister „die Initiativen und Beschlussanträge der Freien Wähler für einen sozial verträglichen Straßenbau in unfairer Weise verzögert und behindert zu haben“, begründet Haberkern die Wahlempfehlung. Das Gleiche gelte für Bemühungen und Vorschläge während der vergangenen fünf Jahre, einen sozialen Wohnungsbau für Jung und Alt im Ort zu organisieren – unter anderem auch betreutes Wohnen. „Wir wollen mit einem neuen, aufgeschlossenen Bürgermeister die Blockadehaltung in der Verwaltung beenden und ein Umdenken im Straßenbau im Interesse unserer Bürger ermöglichen“, sagt Werner Haberkern: „Wir wollen kein ,Weiter so’ im festgefahrenen bürokratischen Denken und in machtpolitischen Spielchen.“ Stattdessen wollten die vier Mitglieder seiner Fraktion „ein neues Denken und Handeln im Interesse der Bürger sowie einen fairen Umgang in der Gemeindevertretung“.

Liberale bescheinigen „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“

Eine klare Wahlempfehlung für Mario Müller geben auch die FDP und die AG Mühlenbecker Land. Seit Jahren gebe es eine „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ in der Gemeindevertretung, sagte Thorsten Friedrich als Vorsitzender der gemeinsamen Fraktion. „Wir erleben Mario Müller als jemanden, der anpacken kann und auf den man sich verlassen kann“, begründet der Liberale die Entscheidung. „Etwas, das wir bei Filippo Smaldino stark vermissen“, fügt er hinzu. Der Bürgermeister bringe sich immer dann ins Spiel, „wenn alles fertig ist“, so Friedrich. Das gelte zum Beispiel für Themen wie Heidekrautbahn und Kita Schönfließ. „Das Krisenmanagement im Rathaus ist ausbaubar.“ Nach zwei Legislaturperioden einer sehr guten Zusammenarbeit mit der CDU sei die Wahlempfehlung für Mario Müller die ganz logische Folge, findet, der FDP-Mann.

Anita Warmbrunn beklagt mangelnden „Rückhalt“

Einen mangelnden „Rückhalt“ seitens des aktuellen Verwaltungschefs beklagt Anita Warmbrunn (AG Mühlenbecker Land). Schriftliche Initiativen und Anträge ihrerseits seien in den vergangenen Jahren „weggewischt“ worden. Das betreffe zum Beispiel den geplanten Ausbau der L 21 in Mühlenbeck oder ein Tempolimit von 30 km/h auf bestimmten Straßen. Wenn zu letzterem Thema eine Ablehnung der Straßenverkehrsbehörde kommt, dann müsse sich jemand im Interesse der Einwohner eben dahinterklemmen, findet die Mühlenbeckerin.

Auch beim Thema Straßenausbau werde nicht aktiv genug nach einer Lösung gesucht, kritisiert Thorsten Friedrich. Das habe sich im jüngsten Bauausschuss gezeigt.

Mario Müller zeigte sich erfreut über die Unterstützung. Gleichzeitig sicherte er seine Unterstützung für alle Fraktionen der Gemeindevertretung zu. „Ich kann da meine Parteibrille auch mal ablegen.“

Amtsinhaber Filippo Smaldino (SPD) wird von den Bündnisgrünen und den Linken unterstützt. Die SPD widerspricht darüber hinaus in einer Stellungnahme den inhaltlichen Begründungen. Harald Grimm sprach von einem „Zerrbild der Realität“.

Von Helge Treichel

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