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Mühlenbecker Land Sozialdemokraten gewinnen Kommunalwahl
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Sozialdemokraten gewinnen Kommunalwahl
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00:23 31.05.2019
Wahlleiterin Angela Müller (r.) und ihre Helferinnen Stellvertreterin Jeannine Freiherr verladen am Dienstag gegen 11 Uhr die Wahlprotokolle, um sie beim Kreiswahlleiter im Oranienburger Landratsamt abzuliefern. Kurz zuvor hatten sie die Wahlergebnisse veröffentlicht. Quelle: Helge Treichel
Mühlenbecker Land

Ein Tag nach allen anderen Kommunen wurde am Dienstagvormittag auch das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl in der Gemeinde Mühlenbecker Land veröffentlicht. „Ich bin froh“, sagt Wahlleiterin Angela Müller. „Mein Resümee: Wir haben es super gerockt!“

Nach 28-stündigem Dauereinsatz hatten sie und ihr Team am Montag gegen Mittag erst einmal Pause machen müssen – ohne Wahlergebnisse. Erst kurz zuvor waren die letzten Wahlunterlagen eingetroffen, sagt Angela Müller. Dies sei der schieren Masse der Kandidaten bei vier verschiedenen Wahlen und der hohen Wahlbeteiligung geschuldet gewesen. Um 6.30 Uhr am Dienstag habe sie selbst mit dem Prüfen der Unterlagen begonnen, die um 11 Uhr zum Kreiswahlleiter nach Oranienburg gebracht wurden. „Alles hat gestimmt, ich bin sehr zufrieden“, sagt Angela Müller am späten Dienstagnachmittag.

Bianca Feeder aus dem Fachbereich Kita half mit, die Wahlunterlagen zu sortieren und zur Kreiswahlleitung zu bringen. Quelle: Helge Treichel

Die Sitzverteilung für die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte hat sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht angeschaut und kann die inoffizielle Rechnung nicht bestätigen. „Wir haben uns für Mittwoch verabredet“, sagt sie.

Nach den vorliegenden Zahlen konnten die Sozialdemokraten ein Viertel der Stimmen auf sich vereinigen (25 Prozent), wobei Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus deutlich mehr als die Hälfte aller SPD-Stimmen auf seine Person vereinigte (3534). Daraus resultieren laut inoffizieller Rechnung sechs Sitze. Da der Spitzenkandidat und Bürgermeister sein Mandat nicht annimmt (er hat bereits ein Stimmrecht von Amts wegen), entfallen die Sitze rein rechnerisch auf Silvia Gaideck, Harald Grimm, Ursel Liekweg, Gerhard Peter, Otto Saro und Yvonne Zanow. Übrigens ist es nur der zweiten Stelle hinter dem Komma zu verdanken, dass die Piraten mit einer Stimmenzahl von 0,477 leer ausgingen und die SPD mit 5,49 besser abschnitt.

Vier Mitarbeiter gehörten zum Team der Wahlleitung im Mühlenbecker Land: Tim Siebert vom Einwohnermeldeamt, Bianca Feeder, Jeannine Freiherr und Angela Müller (v. l.). Im Hintergrund: Die Rückläufe der Wahlunterlagen aus den Wahllokalen. Quelle: Helge Treichel

Mit 23,3 Prozent der Stimmen landeten die Christdemokraten nur knapp dahinter, was ihnen fünf Sitze in der künftigen Gemeindevertretung beschert. Mit dabei sind Spitzenkandidat Mario Müller, Klaus Brietzke, Katja Behrendt-Didszun, Dennis Hentschel und Hans-Jörg Braun.

Vier Mandate entfallen auf die Freien Wähler Mühlenbecker Land, die 16,6 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielten. Die vier Kandidaten mit die meisten Stimmen sind Werner Haberkern, Barbara Jockel, Jens Berschneider und Jana Liepe.

Bündnis 90/Die Grünen kommen auf 12,8 Prozent und somit drei Sitze in der Gemeindevertretung. Die Sitze entfallen rein rechnerisch auf Spitzenkandidat Thomas Henning, Jonas Wegener und Joana Ohme. Die Linken kommen auf 9,6 Prozent Stimmenanteil und somit zwei Sitze: Hartmut Lackmann und Kerstin Rennspieß. Die Aktionsgemeinschaft Mühlenbecker Land holt 6,4 Prozent der Stimmen und bekommt dafür ein Mandat, das der Spitzenkandidatin Anita Warmbrunn zukommt. Den 22. und letzten Sitz bekommen die Freien Demokraten mit 4,1 Prozent Stimmenanteil. Mehr als die Hälfte der FDP-Stimmen holte Thorsten Friedrich.

Bürgermeister Smaldino-Stattaus interpretiert das Wahlergebnis als klare Aufforderung, bei der Bürgermeisterwahl im September „in den Ring zu steigen“. Außerdem begrüßt er, dass die Bündnisgrünen künftig stärker vertreten sind. Das mache Hoffnung auf einen Klimaschutzmanager. „Dass die AfD und die NPD nicht angetreten sind, sehr ich für die Gemeinde als einen Glücksfall an“, so der Bürgermeister in seinem Fazit. Ansonsten freue er sich auf die neue Gemeindevertretung: „Ich bin überzeugt, dass die Gewählten auch gute Demokraten sind, die für die Gemeinde das Beste erreichen wollen.“

Die CDU sei mit ihrem Wahlergebnis „nicht unzufrieden“, sagte Spitzenkandidat Mario Müller und gratuliert den Freien Wählern. Es sei schade, dass seine Partei einen Sitz verloren hat, „doch wir stellen uns neuen Herausforderungen“. Jetzt werde er sich auf den nächsten Wahlkampf vorbereiten.

Als Verlierer der Wahl im Mühlenbecker Land siehe sich Die Linke, so Hartmut Lackmann. „Die Arbeit, die Initiativen und die Ergebnisse, die wir vorweisen können, spiegeln sich nicht wie gehofft wider“, sagt er.

Viermal fünf Sitze in den Ortsbeiräten – das sind die Namen

Die vier Ortsbeiräte der Gemeinde haben jeweils fünf Sitze. In Mühlenbeck haben die Sitze Jens Berschneider und Barbara Jockel von den Freien Wählern errungen. Je einen Sitz erhalten Axel Berschneider (SPD), Torsten Iden (CDU) sowie Kerstin Rennspieß (Die Linke).

Die Mandate für den Ortsbeirat Schildow erhalten laut Stimmenanteil Katja Behrendt-Ditszun (CDU), Silvia Gaideck (SPD), Claus Schwartzer (Freie Wähler), Jonas Wegener (B 90/Grüne) und Hartmut Lackmann (Die Linke).

Die Sitze im Ortsbeirat Schönfließ teilen sich drei Parteien: Für die CDU holten Mario Müller, Klaus Brietzke und Harald Ziekursch die meisten Stimmen, für die SPD Harald Grimm und für die Bündnisgrünen Peter Kunkel.

Im Ortsbeirat Zühlsdorf sind voraussichtlich vertreten: Ursel Liekweg (SPD), Mario Böhme (CDU), Thomas Pump (Die Linke), Jana Liepe (Freie Wähler) und Esther Jankowski (AG Mühlenbecker Land).

Von Helge Treichel

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