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Mühlenbecker Land Radweg zwischen Summt und Wensickendorf: Land sieht Waldweg als ausreichend an
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Radweg zwischen Summt und Wensickendorf: Land sieht Waldweg als ausreichend an
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13:50 31.03.2020
Die Grünen wollen einen Radweg zwischen Summt und Wensickendorf (Symbolfoto). Quelle: dpa
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Summt

Wieso steht der Bau des Radweges zwischen Summt und Wensickendorf entlang der L 21 nicht auf der Prioritätenliste des Landes? Das wollten die Grünen- Landtagsabgeordneten Thomas von Gizycki, Heiner Klemp und Clemens Rostock, in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung wissen. Die Antwort: Der Radweg steht nicht auf der Liste, weil der Landkreis eine Alternativrouteausgewiesen habe.

Der Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, Filippo Smaldino: „Ich kenne diese Alternativroute nicht, weder als Bürgermeister noch als Einheimischer.“ Die einzige Strecke, die halbwegs in der Nähe der L 21 verlaufe, sei ein unbefestigter, unbeleuchteter Waldweg. „Selbst für Erwachsene ist dieser Weg eine Zumutung, da man irgendwann mit dem Fahrrad im Sand stecken bleibt.

L21 ist ein Sicherheitsrisiko

Für Schulkinder ist er spätestens bei Dunkelheit im Herbst und Winter nicht befahrbar.“ Doch auch die L 21 stellt ohne richtigen Radweg ein zu hohes Sicherheitsrisiko für Radfahrende dar. Denn wie die Kleine Anfrage ebenfalls ergab, ist die Landesstraße laut Straßenverkehrszählung 2015 stark befahren – mit durchschnittlich 6181 Kraftfahrzeugen pro Tag.

Thomas von Gizycki: „Der Landkreis war auch überrascht, denn die ausgewiesene Route ist allenfalls als Freizeitradweg geeignet und nicht als Alltagsradweg. Ich werde deshalb bei der Landesregierung dafür werben, dass die Strecke zwischen Summt und Wensickendorf wieder auf die Prioritätenliste kommt.“ Zudem kritisiert der Abgeordnete, dass es für den Lückenschluss des Radweges am Ortsausgang Hohen Neuendorf entlang der L 171 noch keinen konkreten Zeitplan gebe, wie in der Antwort der Landesregierung ebenfalls deutlich wurde. „Auch als finanzpolitischer Sprecher unserer Fraktion werde ich mich dafür einsetzen, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung auf 20 Millionen Euro für den Radwegeausbau zum Anlass genommen wird, die Prioritätenliste jetzt neu zu erstellen“, betont von Gizycki abschließend.

Von MAZonline