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Mühlenbecker Land Helden des Hip-Hop trainieren in der Mönchmühle
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Helden des Hip-Hop trainieren in der Mönchmühle
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09:09 12.10.2019
Romeo Schirmer begründete die „Trainerhelden“. Die Schildower Mutter, Ireen Labahn(r.), holte die Hip-Hop-Akademie in die Mönchmühle. Tänzerin Jean trainiert dort die Gruppen. Quelle: Thomas Feiereis/Fotogruppe SichtWeisen
Mühlenbeck

Der Boden bebt, wenn die Mädchen Choreographien ihrer Trainerin Jean einüben. Dienstags proben auf dem Parkett des Mönch–mühlen-Saals Kinder, Teenager und Erwachsene in drei verschiedenen Gruppen Streetdance, wie man ihn sonst nur aus Musikvideos kennt. Das Angebot in Mühlenbeck ist seit September neu.

Denn wenn die Schildowerin Luisa Laura Labahn zuvor einen wirklich coolen Tanzsport machen wollte, dann musste sich die Elfjährige von ihrer Mutter Ireen Labahn bis nach Berlin-Karow fahren lassen. Dort tanzte sie Hip-Hop bei den „Trainerhelden“. Daher suchte ihre Mutter einen geeigneten Ort in Wohnortnähe. Diesen fand sie im Saal der Mönchmühle und konnte den Kopf der „Trainerhelden“, Romeo Schirmer, dafür begeistern, seine Übungsleiterin Jean Schmidt dorthin zu entsenden.

Großes Interesse bei Grundschülern

„Meine Tochter kommt jetzt zu Fuß oder mit dem Fahrrad hin und hat auch einige Schulkameradinnen mitgebracht“, freut sich Ireen Labahn. Insgesamt sind derzeit 15 Zehn- bis 16-Jährige dabei.

Jean trainiert die Teenager im Saal der Mönchmühle. Quelle: Privat

Romeo Schirmer wurde 2009, 2010 und 2012 mit seiner Gruppe „Respect“ Weltmeister im Hip Hop. Im vergangenen Sommer errang die Truppe des 44-Jährigen in Orlando (Florida/USA) Platz 8 in der altersoffenen Kategorie. Er gründete vor einem Jahr seine private Akademie „Trainerhelden“, die 500 Mitglieder an zehn Grundschulen und sechs Übungsräumen in Berlin-Brandenburg hat. „Die Nachfrage ist größer, als wir sie bedienen können“, betont der Profitänzer, der in der Breakdance-Szene einen klangvollen Namen hat. „Es gibt zwar viele gute Tänzer, aber nicht unbedingt genügend, die pädagogische Arbeit leisten können“, meint Schirmer.

Ihm sei neben der Tanzausbildung auch die Vermittlung allgemeiner Werte wichtig. Das würde bei der Erziehung zur Freundlichkeit beginnen. So sind auch die Kurse der „Trainerhelden“ bunt gewürfelt: Da stehen pummelige neben ganz schlanken, weniger gelenkige neben sportlichen Teilnehmern. Das schätzt auch die Mutter Ireen Labahn: „Niemand wird bevorzugt – ob dick oder dünn. Denn tanzen kann jeder, der möchte.“

Auch ältere und ungeübte Menschen können Hip-Hop lernen

So sieht es auch Romeo Schirmer zumindest für den Hip-Hop. Mit seinem Schwerpunkt auf Gruppen-Choreographien sei dieser Tanzstil sogar für ungeübte Menschen im fortgeschrittenen Alter geeignet. „Die Älteste in meiner Gruppe ,Respect’ ist 58 und hat mit etwa 45 Jahren damit angefangen“, begründet Schirmer. Hip-Hop unterscheide sich vom akrobatischen Breakdance, mit dem er selbst vor 35 Jahren begann. Damals existierten dafür noch keine Tanzakademien.

Anschauungsunterricht gab ihm der US-amerikanische Kinofilm „Beat Streat“. „Ich habe mir das auf Video immer wieder angesehen und die Figuren abgeschaut“, erinnert sich Schirmer. Auf einer Linoleum-Matte habe er das zusammen mit einem Freund im Zentrum von Berlin öffentlich ausprobiert.

Romeo Schirmer hat die Breakdance-Figuren noch drauf. Quelle: Thomas Feiereis/Fotogruppe SichtWeisen

Heute vermisse er den Bewegungsdrang der Jugendlichen: „Kinder, die eine Vorwärtsrolle können, muss man schon suchen.“ Aber er verspricht, dass jeder der es wolle, bereits nach einem Jahr öffentlich auftreten könne, etwa im Mai 2020 in der Urania Berlin, der Berliner Jugendmesse „You“ oder auf regionalen Stadtfesten.

Dienstags trainieren 17-18 Uhr die Sechs- bis Neunjährigen, 18.15-19.15 Uhr die Zehn- bis 16-Jährigen und 19.30 -20.30 Uhr Erwachsene im Mühlensaal in der Mönchmühlenallee 3. Interessenten können sich für eine kostenlose Probestunde anmelden unter Telefon 0177/ 1760967 oder per E-Mail die.trainerhelden@gmail.com.

Von Matthis Busse

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