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Mühlenbecker Land Tumult um Schildower Laternen
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Tumult um Schildower Laternen
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18:17 26.02.2019
Die alten Laternen können gerichtet und mit LEDs nachgerüstet werden, meinen Anwohner. Quelle: Foto: privat
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Schildow

Tumultartig wurde die Sitzung der Gemeindevertretung Mühlenbecker Land am Montagabend beim Thema Straßenbeleuchtung im Schildower Dichterviertel. „Das ist eine Lüge!“, schallte es aus dem Publikum in Richtung Bau-Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky. Die Familie von Uwe Briese hatte eine Petition eingebracht, wonach die vorhandene Straßenbeleuchtung kostensparend und umweltfreundlich repariert statt neu gebaut werden sollte. Das gebe es auch anderswo.

Zu schade zum Entsorgen: Bewohner des Dichterviertels wollen ihre Laternen behalten, auch um das charakteristische Ortsbild zu erhalten. Quelle: privat

Und Labitzky hatte daraufhin im benannten Ort nachgefragt: Dort hätten auch die DDR-Betonmasten ausgetauscht werden müssen, so das Ergebnis. Aber nur, weil Beton und Armierung durch einen Produktionsfehler minderwertig waren, hielten die Bürger entgegen. Ihr Vorwurf: „Sie hören uns nicht zu!“

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Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) lud die verärgerten Anwohner ein, ihre Informationen im Rathaus vorzulegen. Das kam gut an. Die aufgeheizte Diskussion verfehlte ihre Wirkung nicht: Das abschlägige Antwortschreiben der Verwaltung als Reaktion auf die Petition wurde von den Gemeindevertretern mit 9:9 Stimmen denkbar knapp abgelehnt – unter Beifall.

Von Helge Treichel