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Mühlenbecker Land Vom Eichenprozessionsspinner befallen
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Vom Eichenprozessionsspinner befallen
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14:23 07.06.2018
Auch in Bergfelde war ein Baum auf dem Spielplatz vom Eichenprozessionsspinner befallen. Quelle: Enrico Kugler
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Schildow

Auf dem Pausenhof der Europaschule am Fließ in Schildow ist eine hochgewachsene Eiche ringsum abgesperrt. Am Stamm dieses Baumes befinden sich zwei Nester des Eichenprozessionsspinners. Die Haare der flauschigen Tierchen enthalten ein Nesselgift, das beim Menschen unter anderem Hautreizungen hervorruft. Die übrigen Eichen auf dem Schulgelände sind jedoch nicht vom Eichenprozessionsspinner betroffen, teilte die Gemeindeverwaltung des Mühlenbecker Landes am Donnerstag auf Nachfrage mit.

Seit drei Wochen ist der Befall bekannt

Bereits vor drei Wochen, als der Befall festgestellt worden war, sei der Baum von der Schule abgesperrt worden, bestätigt Mühlenbecks Pressesprecherin Rita Ehrlich und widerspricht damit Kommentaren von Eltern, die sich in den sozialen Medien zu dem Thema ausgetauscht und ein Versäumnis der Verwaltung vermutet hatten.

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Schüler wurden über den Befall belehrt

Auch habe die Schule sofort veranlasst, dass die Lehrer die Schüler vor der Hofpause belehren. Und auch die Hofaufsicht wurde entsprechend sensibilisiert. Doch die Eltern kritisieren weiterhin, dass es nicht wie bei einem Läusebefall oder ähnlichem einen entsprechenden Elternbrief mit nach Hause gegeben habe.

Eine Fachfirma wurde beauftragt

Das Grünamt der Gemeinde löste dann vor 14 Tagen einen Auftrag an eine spezielle Fachfirma aus, um die Raupennester zu beseitigen. Doch in diesem Jahr habe sich der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner jedoch wieder besonders stark verbreitet, so Rita Ehrlich, so dass die wenigen qualifizierten Firmen viel zu tun hätten. Nun hätten die Fachleute einen Termin für die laufende Kalenderwoche zugesagt. Da die Bekämpfung des Spinners am besten aber außerhalb der Schulzeit stattfinde, werden die nötigen Maßnahmen am kommenden Sonnabend, 9. Juni, vorgenommen.

Einer Verpuppung der Raupen zuvor kommen

Damit komme man auch der Verpuppung der Raupen zuvor, so die Pressesprecherin, da ab diesem Zeitpunkt die Gefahr bestünde, dass die losgelösten Brennhaare der Raupen vom Wind verweht werden. Dies sei übrigens der Grund, erklärte Ehrlich, warum manchmal ganze Waldgebiete gesperrt werden.

Kein betroffener Schüler bekannt

Ein Kontakt mit den Härchen der Raupen äußert sich durch flächige Hautrötungen mit zahlreichen juckenden weißen Quaddeln, tränende Augen, Halskratzen und teilweise Schwindelgefühl. Dann sollte nicht gekratzt, die Härchen gründlich abgewaschen und ein Arzt aufgesucht werden. Obwohl seit Jahren immer wieder Eichenprozessionsspinner in den Eichen der Europaschule auftauchen, wurde in der Schule bisher noch nie ein davon betroffener Schüler gemeldet.

Von Ulrike Gawande

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