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Mühlenbecker Land Wahlsieger dankt seinen Mitarbeitern
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Wahlsieger dankt seinen Mitarbeitern
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18:29 02.09.2019
Filippo Smaldino (M.) feierte den Wahlsieg mit seiner Familie und den SPD-Mitstreitern im Restaurant „Amici“ in Mühlenbeck. Quelle: Robert Roeske
Mühlenbecker Land

Gegen 12 Uhr hatte Filippo Smaldino (SPD) am Montag seine Mitarbeiter im Rathaus eingeladen, um mit ihnen auf seinen Wahlsieg mit einem Glas Sekt anzustoßen. Knapp 50 Kolleginnen und Kollegen aus der Kernverwaltung nahmen daran teil, freut sich der im Amt bestätigte Bürgermeister. Er hatte sich zu dem Treffen entschieden, nachdem ihm viele bereits herzlich gratuliert hatten. Für Smaldino „sehr ergreifend“, wie er im Anschluss sagte.

Der Bürgermeister stehe für die gesamte Verwaltung, gab Smaldino eine Erklärung für seine Wiederwahl: „Meine Mitarbeiter haben in siebeneinhalb Jahren eine gute Arbeit geleistet – und das ist das Zeugnis des Bürgermeisters.“ Allerdings ergebe erst das Zusammenspiel aus Ehrenamt, Kommunalpolitik und Verwaltungsmitarbeitern das große Ganze – immer zum Wohle der gesamten Gemeinde und ihrer Einwohner. „Die Wiederwahl ist für mich Auftrag und Verpflichtung“, sagte der 56-Jährige.

Die Ergebnisse aus dem Wahllokal in der Schönfließer Kita Am Schlosspark ließen besonders lange auf sich warten. Die Tatsache, dass Mario Müller (CDU) hier erwartungsgemäß klarer Wahlsieger war, machte die Sache besonders spannend. Quelle: Helge Treichel

Allerdings hätten ihn die vergangenen Monate auch zugesetzt. Schließlich hatte es vor der Bürgermeisterwahl im Mai bereits eine Kommunalwahl mit ebenso schwierigem Wahlkampf gegeben. „Ich bin recht angezählt“, resümierte der Sozialdemokrat mit Blick auf die zum Teil extremen Kommentare in den sozialen Netzwerken: „Das ging auch stark in den privaten Bereich.“

Nicht zuletzt aus diesem Grund steht für den Bürgermeister jetzt schon fest: „Das ist meine letzte Amtszeit. So einen Wahlkampf werde ich mir nicht noch einmal antun.“ Das gelte erst Recht für sein Alter von dann 64,5 Jahren.

Jetzt jedoch sei es an der Zeit, um sich zu sammeln und nach vorne zu schauen. Mit ganzer Kraft werde er sich nun dafür einsetzen, „um gemeinsam mit allen anderen Kommunalpolitikern das Beste für die Gemeinde zu erreichen“, versprach Smaldino. Und er trat denen entgegen, die das Erreichte schlecht reden wollen: „Uns geht’s gut.“

Mario Müller (4.v.l.) beging den Wahlabend in Form einer Gartenparty mit seiner Familie und seinen Parteifreunden auf seinem Schönfließer Privatgrundstück. Quelle: Helge Treichel

Ein Schlag empfinde er es allerdings, dass es so nah an der Metropole so viele AfD-Wähler gibt. „Eine so hohe Zustimmung für Populisten bei uns gibt zu denken.“ Alle müssten nun daran arbeiten und aufzeigen: „Wir sind Demokraten.“ Er werde sich deshalb dafür einsetzen, auch die Erinnerungskultur noch stärker zu pflegen. „Ich stehe mit meinem Namen für Toleranz, Pluralismus und gegen Ausländerfeindlichkeit“, so Smaldino.

Noch am Wahlabend hatte der Wiedergewählte gemeinsam mit seiner Familie und den SPD-Genossen versucht, eine Erklärung für den überproportional hohen Anteil von ungültigen Stimmen zu finden. Immerhin waren 251 von insgesamt 9013 abgegebenen Stimmen bei der Bürgermeisterwahl ungültig. Bei den gemeinsamen Überlegungen sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass sich das lediglich mit dem Aufruf des Mühlenbecker Ortsvorstehers Jens Berschneider (Freie Wähler) erklären lasse, zwar abzustimmen, aber den Wahlzettel bewusst ungültig zu machen. Damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass man mit keinem der beiden Kandidaten einverstanden sei.

Das Wahllokal im „Mühlentreff“ in Mühlenbeck. Quelle: Helge Treichel

„Alles ist gut gelaufen“, sagte Wahlleiterin Angela Müller am Montag mit Blick auf die Landtags- und Bürgermeisterwahl: „Ich bin sehr zufrieden.“ Gegen 21.30 Uhr sei die letzte Schnellmeldung hinsichtlich des Wahlergebnisses herausgegangen. Die 16 Wahllokale, darunter vier für die Briefwahl, seien mit jeweils mindestens sechs Wahlhelfern gut besetzt gewesen. Und alle hätten sehr fleißig gearbeitet, so Angela Müller.

Für CDU-Kandidat Mario Müller wird sich nichts weiter ändern: „Ich haben eine tolle Familie und einen tollen Job“, sagte er. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht und er habe tolle Bürger kennengelernt. Seine kommunalpolitische Arbeit werde er fortsetzen wie bisher.

Von Helge Treichel

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