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Mühlenbecker Land Zu Hause beim Herausforderer
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19:15 12.07.2019
Mario und Bianka Müller aus Schönfließ mit ihrem gemeinsamen Sohn Jan (11) und Beagle „Charly“ und weiteren Familienmitgliedern. Quelle: Foto: Helge Treichel
Schönfließ

 Die Müllers sind schon seit Generationen in Schönfließ ansässig. „Mein Großvater war Schmiedemeister“, sagt Mario Müller. Er selbst hat in Summt seine ersten Fische gefangen, ist in Glienicke zur Schule gegangen und ist mit 16 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Schönfließ eingetreten. Auch der Opa und der Vater waren Brandschützer, der Vater auch beruflich. 23 Jahre lang war Müller Löschzugführer in Schönfließ.

Am Mühlenweg, wo schon die Vorfahren lebten und arbeiteten, hat Müller sein Haus gebaut. Da war er gerade 24. Zur selben Zeit begann er, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Die Christdemokraten hatten ihn angesprochen. Noch parteilos, wurde er bei der Kommunalwahl sofort gewählt. 21 Jahre später will Mario Müller Bürgermeister werden. Der 46-Jährige möchte gestalten, den Ort voranbringen, für die Leute und ihre Probleme da sein. Das kenne er bereits von seiner zehnjährigen Funktion als Schönfließer Ortsvorsteher. Gerade ist er zum dritten Mal gewählt worden. Und kein Einkauf vergeht, ohne dass er angesprochen wird. „Ich habe dafür immer ein kleines Notizbuch mit“, so Müller. „Du musst unendlich viel Basisarbeit leisten.“ Unerledigtes ist ihm ein Graus. Da zieht er auch Parallelen zu seiner beruflichen Tätigkeit als Systemberater und Regionalmarktmanager in der Bauindustrie. „Ich habe mit vielen Menschen zu tun und viele Projekte betreut, wodurch ich viel Lebenserfahrung gewinnen konnte“, sagt Müller. „Das hat mich geprägt.“ Und: Es falle ihm schwer, Nein zu sagen. Ihn motiviere das positive Feedback und die Gewissheit, etwas geschafft zu haben.

Bestärkt von anderen Einwohnern

Seine Lehre als Industriemechaniker und Anlagensystemtechniker hatte er am 1. September 1989 bei den LEW in Hennigsdorf begonnen, fertig wurde er als AEG-Mitarbeiter – mit einem sehr guten Ergebnis.

„Die Intention, Bürgermeister zu werden, habe ich schon etliche Jahre“, sagt Mario Müller. Viele Bürger hätten ihn darin bestärkt. Auch die zurückliegende Arbeit als CDU-Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung. „Da wächst man ’rein und wächst mit seinen Aufgaben“, ist er überzeugt.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Seine Frau Bianka unterstützt ihn. „Ich stehe dahinter und weiß: Das ist genau sein Ding“, sagt die 45-Jährige. Bei vielen Veranstaltungen begleite sie ihn. Sie selbst stammt aus Golzow zwischen Brandenburg und Belzig und zog 2006 ein. Zwei Jahre später kam ihr gemeinsamer Sohn Jan zur Welt. Er wird nach den Sommerferien die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck besuchen, sein Erstwunsch für den Schulwechsel. Die anderen drei Kinder der Patchworkfamilie sind 25, 22 und 19 Jahre alt. Kennengelernt haben sich die beiden Eltern über eine Internetplattform und Telefonate. In Brandenburg trafen sie sich zum ersten Mal. Alsbald stellte sich heraus, dass Mario Müller seine Schwiegermutter schon länger kannte – von seiner beruflichen Tätigkeit. Bianka Müller ist als Erzieherin bei einem freien Träger in Berlin-Hermsdorf tätig. „Bei schönem Wetter fahre ich mit dem Fahrrad hin“, sagt sie. „Es sind nur sechs Kilometer.“ In dem schmucken Haus in Schönfließ fühlen sich alle pudelwohl.

Bianka und Mario Müller. Quelle: Helge Treichel

Das gilt offensichtlich auch für die Haustiere. Zu nennen wären da Schildkröte „Flipsi“, Beagle-Hund „Charly“ und die drei Katzen „Lilly“, „Mietzie“ und „Eddy“.

Mario Müller ist Mitglied im Gewerbeverein, im Feuerwehrverein – und bei den Rundendrehern: „Ich versuche, regelmäßig Sport zu treiben“, sagt er. Laufen, schwimmen, radfahren. Aber der Bürgermeisterkandidat hat ein weiteres Hobby, ein „leidenschaftliches“, wie er sagt: das Kochen. Insbesondere die mediterrane Küche habe es ihm angetan, auch die französische. Im Garten, in dem Müller auch gern „herumwühlt“, steht zudem ein ansehnlicher Grill.

Klare Vorstellungen nach einem Wahlsieg

Falls er die Bürgermeisterwahl gewinnt, hat Mario Müller konkrete Vorstellungen für seine Arbeit. Zum Beispiel möchte er in Zühlsdorf die Allgemeinmedizinische Betreuung, die Optimierung des ÖPNV und Projektumsetzungen vorantreiben – in enger Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat. In Schildow schwebt ihm die zeitnahe Umsetzung des bedarfsorientierten Hortneubaues vor. Zudem soll eine Erweiterung der Sportanlage geprüft werden. In Mühlenbeck möchte er die Schulentwicklung voranbringen – mit einer neuen Sporthalle, einem neuen Jugendklub und einer Entwicklungskonzeption. In Schönfließ hat er eine Sportanlage für die Leichtathleten im Blick.

Von Helge Treichel

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