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Mühlenbecker Land Zühlsdorfer im Porträt
Lokales Oberhavel Mühlenbecker Land Zühlsdorfer im Porträt
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01:16 11.03.2019
Hobbyfotograf Jürgen Naß aus Zühlsdorf Quelle: Norbert Kohlhoff
Zühlsdorf

Menschen zu fotografieren sei die ultimative Herausforderung, erklärt Hobbyfotograf Jürgen Naß aus Zühlsdorf. Und doch hat er sich an das Thema herangewagt. Nicht irgendwo, sondern direkt vor seiner Haustür. Am Sonntag sind im Mehrzweckraum des Ortes die Ergebnisse bei der Vernissage für seine neue Ausstellung „Zühlsdorfer Gesichter“ zu sehen.

Ein Foto der Ausstellung. Quelle: Jürgen Naß

23 Zühlsdorfer hat er dafür vor die Kamera geholt: Junge, Alte, alte und neue Zühlsdorfer, Kinder, Berufstätige und Rentner. „Und von allen Vereinen ist jemand dabei“, ist der 69-Jährige stolz. „Ich wollte die Vielfalt“, erklärt der Ingenieur und Fachmann für Arbeitssicherheit. Er möchte die Menschen als Persönlichkeit porträtieren. Gefragt seien dafür Psychologie, Menschenkenntnis, Empathie und auch Methode und Technik. Vor allem die Lichtsetzung.

Ein weiteres Bild von Jürgen Naß: Die Brücke über den Oder-Havel-Kanal. Quelle: Jürgen Naß

„Es war eine Herausforderung.“ Denn auch wenn Naß schon seit der Kindheit – seine erste Kamera war eine „Pouva Start“ – fotografiert, waren lange Jahre vor allem die Familie und technische Anlagen seine Motive. „Ich stand ganz am Anfang.“ Erst mit dem Renteneintritt hatte Naß endlich mehr Zeit für seine Hobbys. Zum einen für die Fotografie, die er seit 2016 in der Fotogruppe „Sichtweisen“ immer weiter professionalisierte, und zum anderen für ausgedehnte Spaziergänge mit Hovawart Leon. Bei diesen traf der 69-Jährige auch immer wieder auf seine Mitbürger.

Ein Bild der Ausstellung. Quelle: Jürgen Naß

Und so entschied sich Naß, die Menschen in ihrem Tätigkeitsumfeld abzulichten. Es sei ein Projekt, bei dem es von Beginn an immer um mehr gegangen sei als nur zu fotografieren, so der zweifache Vater und Großvater. „Ich wollte die Vielfalt der Einwohner abbilden – auch deren Meinungsvielfalt.“ Das Projekt solle auch dazu beitragen, die Zühlsdorfer wieder ein Stückchen näher zueinander zu bringen, hofft Naß. Heute würden sich die Menschen viel zu gerne in ihre vier Wände zurückziehen und lieber übereinander als miteinander reden, hat er beobachtet. Er möchte dem etwas entgegensetzen. Die Leute ermutigen, an der Gestaltung ihres Ortes konstruktiv mitzuwirken.

Ein Weißling fotografiert von Jürgen Naß. Quelle: Jürgen Naß

So durfte auch jeder Porträtierte seine Vita unterm Bild selbst gestalten, seine Liebe zu Zühlsdorf formulieren. Fragt man Naß, was ihm an seinem Wohnort gefällt, erinnert er sich an den Moment, wenn er nach der Arbeit nach Hause kam und durch den Wald ging: „Die schlagartig einsetzende Ruhe nach der lärmenden Hektik des Arbeitstages.“ Das sei Zühlsdorf für ihn, so Naß.

Weitere Informationen: www.besterblick.info

Von Ulrike Gawande

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