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Oberhavel Nach Feuer in Linde: Neue Bleibe für Kleinfamilie
Lokales Oberhavel Nach Feuer in Linde: Neue Bleibe für Kleinfamilie
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00:29 01.03.2015
Am 7. Februar brannte in Linde ein Wohnhaus. Quelle: André Braune
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Linde

Der Katastrophe folgte eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Als Anfang Februar in Linde ein Mehrfamilienhaus in Flammen aufging, verloren vier Mietparteien ihre Bleibe und ihr Hab und Gut. Sofort fanden sie bei Nachbarn, Freunden oder Verwandten ein Dach überm Kopf. Fürs Erste war vorgesorgt.

In der Nacht zu Sonnabend, 7. Februar 2015, stand ein Haus in Linde, einem Ortsteil der Gemeinde Löwenberger Land (Oberhavel), in Flammen. Die obere Etage des Mehrfamilienhauses brannte komplett aus.

„Bei einer jungen Mutter mit Kind war der Wunsch nach einer neue Unterkunft besonders groß. Wir haben uns bemüht, ihr ein Angebot zu machen“, sagt Roland Grüber, Hauptamtsleiter der Gemeinde Löwenberger Land. Die Wahl fiel auf eine knapp drei Jahre leerstehende Wohnung in Linde.

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Im Ort und darüber hinaus entwickelte die Bereitschaft zum Helfen eine Eigendynamik. Zwischenzeitlich haben sich Einwohner aus Linde und aus dem Nachbarort Löwenberg eingefunden, um beim Herrichten des neuen Quartiers Hand anzulegen. Sie hatten sich teilweise spontan verabredet, um dringend notwendige Arbeiten in der Ausweichwohnung erledigen zu können. „Es wurde Laminat verlegt und tapeziert“, sagte Axel Klicks, Ortsbeiratsmitglied in Linde, der auch mit anpackte. Im Dorf und in der Schule habe es Spendenaktionen gegeben, um den Brandopfern zu helfen. Die junge Mutter: „Wir haben uns sehr über die Hilfe, die zahlreiche Unterstützung und die Nächstenliebe aus dem ganzen Dorf gefreut. Ich bin fassungslos, wie viele Leute uns geholfen haben. Toll. Vielen, vielen Dank!“

Laut Roland Grüber solle die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus eine Übergangslösung sein. Es sei wahrscheinlich, dass das abgebrannte Haus wieder hergerichtet wird. In dem Gebäude war in der Nacht vom 6. zum 7. Februar ein Feuer ausgebrochen. Dabei zerstörten die Flammen das Obergeschoss komplett. Die Bewohner blieben alle unverletzt. Es bestand aber nur die Chance, das Nötigste vor dem Flammen zu retten. Ein Kabelbrand war die Ursache für den Ausbruch des Feuers. Nur Stunden nach Beendigung des Löscheinsatzes brach zum zweiten Mal ein Feuer aus. Der Verdacht auf Brandstiftung bestätigte sich nicht. Die Kriminaltechniker machten eine Pyrolyse als Ursache aus. In den Rissen des Dachgebälks hätte sich eine große Hitze festgesetzt. Auch ohne Sauerstoff und trotz der Löscharbeiten habe das „Nest“ die Löscharbeiten überlebt. An solch einer Stelle sei, so Polizeisprecherin Dörte Röhrs, sei das Feuer um zweiten Mal ausgebrochen.

Dem Vernehmen nach soll der Einzug von Mutter und Sohn, die bis jetzt bei netten Nachbarn untergekommen waren, in die hergerichtete Wohnung schon am kommenden Wochenende über die Bühne gehen. sb

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