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Oberhavel Forderung nach einer Leitplanke: Hier kann es schwere Unfälle geben
Lokales Oberhavel Forderung nach einer Leitplanke: Hier kann es schwere Unfälle geben
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20:08 11.11.2019
Hans Oelfert aus Mühlenbeck sorgt sich um den ungesicherten Abhang neben der Bahnhofstraße. Er zeigt dort Reste einer früheren Leitplanke. Quelle: Matthias Busse.
Mühlenbeck

Sensibilisiert durch den tödlichen Autounfall vom ersten November-Wochenende, meldete sich Hans Oelfert bei der MAZ. Schon länger habe sich der Mühlenbecker bei der Straßenmeisterei Nassenheide für eine Leitplanke neben einem Abhang an der Bahnhofstraße (L30) eingesetzt. Aus den Richtungen Schönwalde/ Schönerlinde geht es kurz vor dem Jugendclub rechts fast drei Meter tief hinab.

„Ich habe nachgemessen“, betont der besorgte 77-Jährige, „wenn hier ein Fahrzeug von der Straße abkommt, dann kann das schlimm ausgehen.“ Seine Befürchtung habe er bereits dem Leiter der Straßenmeisterei, Gunnar Jandt, geschildert. „Da kommt nichts hin“, zitiert Oelfert die ablehnende Antwort von Jandt. Das Gespräch führte der Anwohner kurz bevor sich am 1. November ein Auto mit fünf Jugendlichen neben der B96 bei Oranienburg überschlug, wobei der Fahrer starb.

Hans Oelfert aus Mühlenbeck sorgt sich um den ungesicherten Abhang neben der Bahnhofstraße. Er zeigt, wie tief es neben der Fahrbahn hinab geht. Quelle: Matthias Busse

In Mühlenbeck sei die Situation aber eine andere, meint Jandt gegenüber der MAZ: „Innerhalb der Ortslage gilt Tempo 50.“ Kraftfahrer sollten seiner Ansicht nach bei dieser Geschwindigkeit ihr Auto sicher und unfallfrei auf der geraden Fahrbahn lenken können. Dem stimmt Hannelore Ziske zu. Sie ist beim Landesbetrieb Straßenwesen in der Region Ost für Verkehrssicherheit zuständig. Sie ergänzt: „Innerorts bauen wir keine Schutzplanken. Diese sieht die Richtlinie Passive Schutzeinrichtungen (RPS) nicht vor.“ Außerdem verweist sie auf eine inmitten der Fahrbahn eingelassene Ortseingangsinsel mit Fußgängerquerung, die Kraftfahrer kurz vor der abschüssigen Stelle zum Abbremsen animieren soll.

Früher gab es dort eine Fahrbahn-Begrenzung

Dabei habe dort früher eine Fahrbahnbegrenzung existiert, sagt Hans Oelfert. Sie bestand aus Granitpollern, auf denen längs der Straße eine Eisenstange montiert war. Ein Stein davon steht noch, weitere sind am Abhang herabgerutscht. „Diese Steine gab es alle zwei Meter“, erinnert sich Oelfert, „ich kann mich nicht entsinnen, wann sie weggekommen sind.“

Hans Oelfert zeigt Reste einer früheren Begrenzung. Quelle: Matthias Busse

Vor einem Jahr meldete Hans Oelfert der Straßenmeisterei einen hinter dem Abhang in die Fahrbahn hineinragenden Baum. Auch damals fand Gunnar Jandt alles in Ordnung. Dennoch warnen inzwischen vor dem Baum ein Verkehrszeichen und eine reflektierende rot-weiße Bake. „Dafür habe ich gesorgt“, ist Hans Oelfert stolz.

Von Matthias Busse

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