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Oberhavel Neue Exponate für das Feuerwehrmuseum
Lokales Oberhavel Neue Exponate für das Feuerwehrmuseum
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19:20 09.10.2019
Museumsleiter Bernd Wüstenberg zeigt das neue Exponat – die Feuerwehrpumpe aus Polen. Quelle: Bert Wittke
Liebenwalde

„Ich habe schon ein bisschen daran herumgewienert, damit man möglichst alles gut erkennen kann“, sagt Bernd Wüstenberg. Dazu hat der 73-Jährige eine stolze Miene aufgesetzt. Wen wundert’s? Schließlich leitet er seit 2011 das Feuerwehrmuseum in Liebenwalde und dort sind dieser Tage neue interessante Exponate eingetroffen. Darunter befindet sich eine Pumpe, die polnische Feuerwehrleute mitgebracht haben, als sie jüngst Gäste des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel waren und im Rahmen ihres Aufenthalts dem Museum sowie der Liebenwalder Feuerwehr einen Besuch abstatteten.

Eine Pumpe aus dem Museum polnischen Kotun

Bei der Pumpe handelt es sich um eine M-800/800 PO-3 Polonia. Gebaut wurde sie im Zeitraum von 1958 bis 1973 im polnischen Maschinenwerk Nr. 1 in Bielsko-Biala. Das gute Stück stammt aus dem Feuerwehrmuseum im polnischen Kotun. Überreicht wurde die Pumpe von Leszek Karpik, Kommandeur der Freiwilligen Feuerwehr in Nowe Opole, um damit, wie er sagte, die Sammlung an Exponaten in Liebenwalde, bereichern zu können. In der Freiwilligen Feuerwehr Nowe Opole war die 26 PS starke wassergekühlte Zweitakt-Zweizylinderpumpe von Anfang der 1970er-Jahre bis in die 1990er-Jahre im Einsatz. Sie wurde, so versicherten die polnischen Gäste, bei vielen Bränden eingesetzt und sei dabei nie gescheitert. Die Leistung der Pumpe wird mit 800 Litern pro Minute bei einem Druck von 7,5 Bar und einer Saugtiefe von 1,5 Metern angegeben. „Wir freuen uns sehr über dieses Ausstellungsstück“, sagt Bernd Wüstenberg. Schon jetzt gebe es im Museum einige Ausstellungsstücke von den polnischen Nachbarn, darunter eine Uniform, der man deutlich ansieht, dass sie zahlreiche Einsätze hinter sich hat.

Die Einachs-Lafettenpumpe war von 1938 bis in die 1970er-Jahre in der Klinik in Sommerfeld stationiert. Quelle: Bert Wittke

Groß ist die Freude auch über ein weiteres neues Ausstellungsstück, das als Leihgabe von Sommerfeld nach Liebenwalde kam. Dabei handelt es sich um eine Einachs-Lafettenpumpe, die in der Zeit von 1938 bis in die 1970er-Jahre in der Klinik in Sommerfeld stationiert war. „Die Kameraden dort sind über das Internet auf das Museum hier aufmerksam geworden“, sagt Bernd Wüstenberg, der seit 57 Jahren der freiwilligen Feuerwehr angehört.

Das Feuerwehrmuseum befindet sich in der Berliner Straße 50 in Liebenwalde. Quelle: Bert Wittke

Wer die neuen Exponate mal aus der Nähe betrachten möchte, muss sich jetzt allerdings in Geduld üben. Seit dem 30. September ist das Museum geschlossen und öffnet am 1. April kommenden Jahres wieder seine Tore in der Berliner Straße 50 in Liebenwalde. „Wir haben dieses Jahr mit dem Museum eine sehr gute Saison erlebt“, sagt Bernd Wüstenberg zurückblickend. Mehr als 400 Leute, teilweise aus dem tiefsten Süden Deutschlands ,hätten das Museum besucht. Und alle seien immer erstaunt, was sich für historische Schätze hinter den unscheinbaren und fensterlosen Mauern der ehemalige landwirtschaftlichen Lagerhalle verbergen. „Langsam wird der Platz knapp“, sagt Bernd Wüstenberg. Aber natürlich freue man sich auch weiterhin über jede feuerwehrhistorische Kostbarkeit.

Das Feuerwehrmuseum in Liebenwalde wurde am 18. August 2012 anlässlich des 130-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Liebenwalde eröffnet. Es verfügt über eine Ausstellungsfläche von rund 600 Quadratmetern.

Von Bert Wittke

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