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Oberhavel Neue Methoden für das Lernen
Lokales Oberhavel Neue Methoden für das Lernen
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07:00 23.10.2014
Petra Göricke. Quelle: Robert Tiesler
Hohenbruch

Im Frühjahr 2014 gründete die 43-jährige Petra Göricke aus Hohenbruch das EGP-Institut. EGP steht für „Elementare Globalpädagogik“. So bietet sie beispielsweise Lerntherapien an – in ihrem Büro im Hohenbrucher Lindenweg 18 oder auch mobil vor Ort.

Wenn die Kinder dann zu ihr kommen, wird zunächst ergründet, wo die Schwierigkeiten genau liegen. „Wir schauen, welche Art des Lehrstoffs nicht funktioniert oder wo Grundfertigkeiten fehlen“, sagt Petra Göricke. Bei Kindern mit Lernbehinderungen besteht vielfach ein besonders großer Druck. „Sie haben oft schon einen Kreislauf mit lauter negativen Erfahrungen erlebt, da hat sich teilweise  viel Frust aufgebaut.“ Der Wille, etwas zu lernen, sei vorhanden, „aber es fehlt gewissermaßen der Schlüssel zum Werkzeugschrank“, erklärt Petra Göricke das Problem.

Kommen die Kinder mit ihren Eltern zu ihr, findet ein Beratungsgespräch statt. Meistens dauert so eine Lerntherapie anderthalb Jahre mit einer Stunde pro Woche. Beim Lerncoaching entwickelt Petra Göricke dann gemeinsam mit den Schülern neue Strategien. „Je eher die Hilfeleistung erfolgt, desto schneller sind die Probleme auch zu beheben.“ In der Regel merken Lehrer und Eltern in der zweiten oder dritten Klasse, wenn ein Kind Lernschwierigkeiten hat.

Petra Göricke kennt sich mit dem Thema aus. Sie ist Doktorandin für Unterrichts- und Schulentwicklung an der Berliner Humboldt-Universität. Sie ist Lehrerin für Deutsch, Mathematik und Kunst, war Leiterin der Montessorischule in Staffelde. Sie arbeitet als psychologische Beraterin und Coach, Kommunikationstrainerin und Entspannungspädagogin. Außerdem berät sie Eltern und Lehrer in Sachen Konfliktmanagement und ist Mitglied im Fachverband für integrative Lerntherapie.

Im neuen Institut arbeitet sie mit zwei freien Mitarbeitern zusammen. Neben der Lerntherapie und dem Lerncoaching für Kinder bietet die Hohenbrucherin ein Fortbildungsprogramm für Lehrer sowie ein Vorschulprogramm für Kinder an. Bei Letzterem geht es darum, bei den Kindern die freudige Erwartungshaltung gegenüber dem Schulanfang zu verstärken. Dazu gehören ein Wahrnehmungstraining, körperliches und sprachliches Rhythmusbewusstsein und ein Schreibmotoriktraining.

Das Malen ist ihr Hobby

Die Malerei ist ein Thema, mit dem sich Petra Göricke in ihrer Freizeit beschäftigt. Im Jahr 2001 erhielt sie den 3. Platz des Kunstpreises der LVA Frankfurt. 2004 war sie Mitbegründerin des „Beiwerk Nord“, einem Zusammenschluss von Berliner und Barnimer Künstlern.
Bis 2008 war „Nörenberg“ ihr ausschließlicher Künstlername. Für April 2015 ist eine Ausstellung von ihr in Mühlenbeck geplant.
Das EGP-Institut gibt es seit dem Frühjahr 2014. Es ist im Bereich der pädagogisch-psychologischen Förderung und Bildung tätig. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet auf www.egp-institut.de. E-Mail: info@egp-institut.de, 033051/ 900136.

Der Markt für solche Lernangebote sei größer geworden, sagt Petra Göricke. „Wir stellen eine Zunahme von Kindern mit Teilleistungsstörungen fest“, sagt sie. Natürlich habe es früher auch Kinder gegeben, die Probleme mit dem Lernen hatten. „Früher ist man damit aber anders umgegangen. Heute guckt man weniger danach, was die Kinder können, sondern im Gegenteil, was sie nicht können.“ Das sei der falsche Weg, findet die Lehrerin. Viel mehr müsse an den Stärken gearbeitet werden. Wenn die Lerntherapie für die Kinder beendet ist, dann sollten sie wieder mit Spaß in die Schule gehen – trotz Mathematik und Bücherlesen.

Von Robert Tiesler

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