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Oberhavel Neue Rettungswache an Ruppiner Chaussee
Lokales Oberhavel Neue Rettungswache an Ruppiner Chaussee
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06:05 11.01.2017
Die alte Rettungswache in Sommerfeld wird nicht mehr wieder in Betrieb gehen.
Die alte Rettungswache in Sommerfeld wird nicht mehr wieder in Betrieb gehen. Quelle: Enrico Kugler
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Kremmen

Die Weichen für den Bau einer neuen Rettungswache in Kremmen sind nun endgültig gestellt. Die Kremmener Wohnungsbaugesellschaft (Woba) hat dem Landkreis Oberhavel dafür ein Grundstück verkauft. Der Vertrag dafür ist am Dienstag beurkundet worden. Das teilte Woba-Chef Eckhard Kuhn mit, Kreis-Pressesprecher Ronny Wappler bestätigte das am Dienstagnachmittag.

Die neue Rettungswache wird auf einem etwa 1200 Quadratmeter großen Grundstück an der Ruppiner Chaussee in Kremmen gebaut. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Netto-Markt und die Neubaublöcke aus der DDR-Zeit. Die Wache entsteht zwischen dem gerade erst gebauten Haus in zweiter Reihe und dem jetzigen Rohbau für das neue Seniorenwohnheim.

Aus dem Rennen ist somit endgültig auch die ehemalige Rettungswache neben der alten Schule im Ortsteil Sommerfeld – sie wird nicht mehr zurück ans Netz gehen. Das war aber bereits im März 2016 deutlich geworden.

Hintergrund für die Neuordnung der Rettungsdienste in der Kremmener Region war, dass die vorgeschriebenen Zeiten zu oft nicht eingehalten werden konnten. Momentan befinden sich in Kremmen zwei Rettungswagen: Einer steht in der Wache in Staffelde, ein zweiter tagsüber nahe der Feuerwehr in Kremmen. Allerdings kommen weder der Standort an der Feuerwehr noch der alte Stützpunkt in Sommerfeld für eine Weiterverwendung in Frage, wie die Auswertung des Testbetriebes schon 2016 ergeben hatte. Immer wieder hatten gerade viele Sommerfelder und Beetzer für den Erhalt der Wache in dem Kremmener Ortsteil gekämpft.

Schon im März 2016 machte allerdings Sozialdezernent Matthias Rink im Sommerfelder Ortsbeirat deutlich, dass es das Ziel sei, die 15-minütige Hilfsfrist einzuhalten – von welchem Standort im Kremmener Bereich das auch immer sei. Zudem sei die Wache in Sommerfeld in einem schlechten Zustand gewesen.

Die Daten sind ausgewertet worden, und letztlich fiel die Wahl auf Kremmen, von dort seien die Orte in der Umgebung schnell zu erreichen, vom neuen Standort aus geht es über die Ruppiner Chaussee recht schnell sowohl in den Stadtkern als auch in die Ortsteile.

Die Bauvollmacht liege vor, sagte Landkreis-Sprecher Ronny Wappler am Dienstag. Wann allerdings gebaut werde, das stehe noch nicht fest. Sehr viel Zeit wird allerdings wohl nicht vergehen. „Lieber gestern als heute“, so drückte es Ronny Wappler aus, denn die neue Rettungswache wird dringend benötigt, vor allem um den provisorischen Betrieb an der Kremmener Feuerwehr beenden zu können.

Von Robert Tiesler