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Oberhavel Diese Straßen brauchen unbedingt Radwege
Lokales Oberhavel Diese Straßen brauchen unbedingt Radwege
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15:24 03.07.2019
Wer zwischen Orion und Linum unterwegs ist, muss auf der engen Straße aufpassen, nicht von den Autos weggefegt zu werden. Quelle: Sebastian Morgner
Oberhavel

Wenn Arnold Krämer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Oranienburg (ADFC) auf Oberhavels Radwege schaut, dann fällt ihm vor allem eines negativ auf: „Viele Radwege sind einfach zu schmal gebaut, so dass man sich gegenseitig kaum überholen kann.“ Das Problem wachse insofern, als dass die Zahl der Radler im Landkreis generell zunimmt. Und wenn die Rollerfahrer noch dazukämen, die mit auf den Radwegen fahren sollten, werde das Problem noch verschärft, erklärt Arnold Krämer.

Der ADFC beklagt, dass in Sachen Radwege im Landkreis Oberhavel noch Luft nach oben ist. Die MAZ war im Kreis unterwegs und hat viele Straßen gefunden, die dringend Radwege brauchen.

Der ADFC fordert deshalb unter anderem, dass die Ampeln für Radler ein paar Sekunden früher grün werden. Eine andere Forderung, die zur Sicherheit der Radler beitragen soll, sind Fahrradschutzstreifen, die mit gestrichelten Linien gekennzeichnet sind und sich unter anderem in der Lehnitzstraße in Oranienburg oder der Marwitzer Straße in Hennigsdorf finden lassen. Ein Ärgernis sei es allerdings, dass solche Streifen im Landkreis mitunter zugeparkt würden und somit den Radler zum Ausweichen zwingen würden. „Diese illegalen Parker empfinden wir wirklich als ein Ärgernis“, erklärt Arnold Krämer.

Mehr Rücksicht auf Radler gefordert

Er fordert außerdem, dass Autofahrer generell 1,50 Meter Mindestabstand halten sollten. „Wenn Autofahrer zu dicht an einem vorbeifahren, kann es schon mal zu einem Schreck und dem Verreißen des Lenkrades kommen“, erklärt Krämer weiter. Generell sei aber gegenseitige Rücksichtnahme das A und O im Straßenverkehr.

Das Verhältnis von vernünftigen und unvernünftigen Verkehrsteilnehmern halte sich etwa die Waage. „Heute ist der Verkehr aber generell aggressiver geworden. Der Zeitdruck in der Gesellschaft nimmt zu und alle meinen, sie haben nicht genug Zeit“, erklärt Krämer, der sowohl Radler aus auch Autofahrer ist und deshalb beide Seiten kennt.

Die L21 braucht einen Radweg

Wünschen würde er sich für die Zukunft auch Radschnellwege, damit Pendler auf dem Drahtesel morgens schneller nach Berlin kommen. „Auch die Verbindung zwischen den Orten in Oberhavel müssten ausgebaut werden, wie ich finde.“

Ganz wichtig sei auch ein Radwegbau auf der L21 von Wensickendorf nach Summt. „Es gibt dort einen Waldweg, dort schickt man seine Kinder aber nicht gern lang.“ In Oranienburg sei nach der Landesgartenschau vieles besser geworden, auch wenn noch immer viele Radwege Nachholbedarf hätten.

Von Marco Paetzel

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