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Oberhavel Landrat soll bei Radwegen Druck machen
Lokales Oberhavel Landrat soll bei Radwegen Druck machen
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19:34 15.08.2019
Die Demonstration für die neue Radwegeverbindung am 8. Juni mit mehr als 300 Teilnehmern.  Quelle: Robert Roeske
Oranienburg/Wensickendorf

Der Radweg an der L 21 zwischen Summt und Wensickendorf soll endlich in die BedarfslisteRadwege an Landesstraßen“ aufgenommen werden. Der Kreistag beauftragte Landrat Ludger Weskamp (SPD) in der Sitzung am Mittwochabend damit, sich beim Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg genau dafür einzusetzen. Außerdem soll der Verwaltungschef um eine schnellere Umsetzung des Radwegebaus entlang von Landes- und Bundesstraßen bitten und einfordern, dass mehr Mittel und Personal für den Radwegebau bereitgestellt werden.

Der diesbezügliche Antrag der Fraktion Die Linke sollte ursprünglich in den Fachausschuss verwiesen werden. SPD und CDU konnten sich bei der Abstimmung allerdings mit 23:24 Stimmen nicht gegen Linke, AfD, Bündnisgrüne, FDP und BVB durchsetzen, weshalb es recht überraschend zu dieser schnellen Beschlussfassung kam.

Weg zu Schule, Arzt und Einkauf

Zuvor hatte sich unter anderen Wensickendorfs Ortsvorsteher und Kreistagsmitglied Heinz Ließke (FWO) für das Projekt eingesetzt. Die Einwohner von Summt und Wensickendorf würden bereits seit mehreren Jahrzehnten für den Bau des rund 6,7 Kilometer langen Radweges kämpfen, heißt es auch in der Beschlussbegründung. Er solle es vor allem Schülern aus Zühlsdorf ermöglichen, unabhängig vom Busverkehr zu den Schulen im Mühlenbecker Land zu gelangen. Für die übrigen Bewohner würde die Radwegeverbindung eine Möglichkeit schaffen, zum Einkaufen oder zu Ärzten zu fahren, ohne auf den Pkw oder den einstündig verkehrenden Bus angewiesen zu sein. Darüber hinaus würde der Weg eine Verbindung zwischen dem Mühlenbecker Land und dem Oranienburger Ortsteil Wensickendorf schaffen und eine Lücke auf der touristischen Route von Berlin in die Schorfheide schließen. Die aktuelle Situation auf der Straße wird in der Beschlussbegründung als „sehr gefährlich“ für Radfahrende eingestuft. Abgesehen von einem kurzen Teilstück gelte Tempo 100 auf der Strecke. Wald sorge für schlechte Sichtverhältnisse. Ein östlich gelegner Waldweg stelle keine Alternative dar.

Landrat plädiert für Gesamtbetrachtung

Landrat Weskamp äußerte die Auffassung, dass an den Landesstraßen in Oberhavel deutlich mehr Radwege benötigt werden. Aktuell existieren an 260 Kilometern Landesstraße lediglich rund 110 Kilometer Radwege. Die Kreisverwaltung sei genauso wie der Antragsteller überzeugt, dass es an der L 21 zwischen Summt und Wensickendorf eines Radweges bedarf. Das sei bereits 2017 gegenüber dem Land deutlich gemacht und seither auch immer wiederholt worden. „Wir unterstützen das Anliegen als solches, allerdings greift aus meiner Sicht das reine Aufnehmen in die Bedarfsliste des Landes zu kurz, weil eine Realisierung dann erst nach 2030 erfolgt“, so Weskamp. Zielführend wäre es gewesen, das Thema im Fachausschuss zu diskutieren, um umfassend zu informieren und ganzheitliche Strategien für den Radwegebau an Landesstraßen in Oberhavel zu entwickeln – ähnlich wie bei der erfolgreichen Übernahme der Landesstraßen. „Der Landkreis muss allen Regionen gerecht werden, deshalb hätte ich mir eine Gesamtbetrachtung statt einer Einzelentscheidung gewünscht“, sagte Ludger Weskamp.

Von Helge Treichel

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