Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Oberhavels Busse funken ihren Standort jetzt in Echtzeit
Lokales Oberhavel Oberhavels Busse funken ihren Standort jetzt in Echtzeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:06 13.02.2020
Holger Winter leitet seit August 2019 die Geschicke der Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG). Quelle: Enrico Kugler.
Anzeige
Oberhavel

Die „wunderschönen blauen Busse“ faszinieren Holger Winter auch nach einem guten halben Jahr immer noch. Und das nicht nur, weil er tagtäglich mit ihnen unterwegs ist. Im August 2019 übernahm der 50-jährige Berliner den Geschäftsführerposten bei der Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH. Seitdem begleitet ihn die markante Fahrzeugflotte und deren Weiterentwicklung bei seiner täglichen Arbeit. 93 Busse zählen dazu, die von insgesamt 130 OVG-Mitarbeitern, darunter 100 Busfahrern, gepflegt und gefahren werden.

Vom Lokführer zum Verkehrsingenieur

Holger Winters Leidenschaft für das Verkehrswesen verrät sich schnell, wenn man mit dem studierten Verkehrsingenieur spricht. „Als kleiner Junge wollte ich Lokführer werden“, verrät er. Nach dem Abitur wurde es dann doch ein Diplom-Studium im Verkehrsingenieurwesen an der Technischen Universität in Dresden. Anschließend war er unter anderem im Technologiezentrum Verkehrstechnik in Hennigsdorf sowie beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg tätig, ehe er in verschiedenen Regionen in ganz Deutschland arbeitete. So war er unter anderem in Bayern für den Aufbau von Verkehrsunternehmen verantwortlich und trug die Gesamtverantwortung bei Betriebsaufnahmen. Vor seinem Wechsel zur OVG arbeitete der Verkehrswissenschaftler für ein Bahnunternehmen, war dort als Abteilungsleiter tätig und betreute zahlreiche Ausschreibungen.

Anzeige

Busfahren ist ein sehr komplexes Thema

Der 50-Jährige beobachtet die Entwicklungen im Verkehrswesen nicht nur mit Argusaugen, sondern auch mit großem Interesse, verfolgt Perspektiven und neue Möglichkeiten im Verkehrswesen. So sei er im vergangenen Jahr auch auf die „sehr interessante Stelle“ an der Spitze der OVG aufmerksam geworden. Längst fühlt er sich im Unternehmen angekommen, das ihn bereits auf dem Weg zur Arbeit begleitet. Denn von Berlin aus pendelt er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Firmensitz nach Germendorf. „Mit der Regionalbahn und von Oranienburg aus mit dem Bus brauche ich nicht länger, als würde ich das Auto nehmen. Außerdem habe ich viel weniger Stress“, findet er. Gleichzeitig ist er so nah dran am Puls von Kunden und Mitarbeitern. „Dass mal ein Bus zu spät kommt oder ein Anschluss nicht mehr gegeben ist, das kann aus unterschiedlichsten Gründen leider immer mal passieren. Busfahren ist ein sehr komplexes Thema. Die Sicherung von Anschlusslinien ist mir aber ein großes Anliegen, für das ich mich auch stark einsetze“, sagt Holger Winter. Im Bahnbereich sei die Sicherung von Anschlüssen leider nicht möglich, noch nicht. „Hier ist bislang kein Austausch der dafür notwendigen Daten machbar“, sagt er. Viel besser sieht es da im Bereich der Buslinien aus. Auch, weil sich die Fahrzeuge immer mehr zu „fahrenden Computern“ entwickeln. Seit vergangener Woche sorgt all die Technik nun auch dafür, dass die aktuellen Standorte aller im Einsatz befindlichen OVG-Busse online in Echtzeit über entsprechende Mobilitätsapps wie „Öffi“ abrufbar sind.

Viel zu tun in den nächsten Jahren – Mobilitätskonzept 2040 in Aussicht

Für die Weiterentwicklung der OVG setzt Holger Winter große Hoffnung in das „Mobilitätskonzept 2040“, das gegenwärtig vom Landkreis Oberhavel entwickelt wird. Das soll Impulse für die Entwicklung der Mobilität im Landkreis geben. Auch mit dem Einsatz von elektrisch betriebenen und emissionsfreien Bussen liebäugelt er. Derzeit sei das finanziell jedoch durch die OVG noch nicht umsetzbar. „Ein E-Bus kostet im Vergleich zum Diesel-Bus das zwei- bis dreifache“, sagt Holger Winter. Größtes Augenmerk legt er allerdings auf die Mitarbeiter der OVG: „Wir alle wissen, dass Busfahrer heutzutage kein leichter Job ist. Wir wollen alles dafür tun, unsere Kollegen langfristig bei uns zu halten und gleichzeitig neue Kollegen ausbilden und für uns gewinnen.“

Von Nadine BIeneck

FDP und Piraten wollen die E-Mobilität im Landkreis stärken. Einen diesbezüglichen Antrag zogen sie in der jüngsten Sitzung des Kreistages jedoch zurück.

13.02.2020

Die Telekom hat zwei Standorte neu gebaut und zwei mit einem Mobilfunkstandard der dritten Generation (LTE) erweitert. Durch den Ausbau steigt die Mobilfunk-Abdeckung im Landkreis Oberhavel in der Fläche und es steht insgesamt auch mehr Bandbreite zur Verfügung.

13.02.2020

Die Linke ist in der jüngsten Kreistagssitzung mit ihrem Antrag gescheitert, das Einrichten einer weiterführenden Schule in der Gemeinde Oberkrämer prüfen zu lassen.

13.02.2020