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Oberkrämer Ärztin hält Vortrag über das Verhalten in Notfällen
Lokales Oberhavel Oberkrämer Ärztin hält Vortrag über das Verhalten in Notfällen
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17:27 12.09.2019
Die Ärztin Sandra Wischke hat ihre Praxis in der „Alten Schule“ in Vehlefanz. Quelle: Robert Tiesler
Vehlefanz

Um „kleine und große Notfälle in der Häuslichkeit“ ging es am Mittwochabend bei einem Vortrag im Vehlefanzer „Haus der Generationen“. Auf Einladung des örtlichen Heimatvereins sprach die Ärztin Sandra Wischke. Die hausärztliche Internistin mit dem Spezialgebiet der Kardiologie erklärte den 28 Interessierten, was zu tun ist, wenn es mal zu einem Notfall kommt – sowohl wenn man selbst betroffen ist oder auch, wenn man Zeuge eines Notfalls ist.

„Sind Sie zu Hause oder unterwegs, können Sie hoffen, dass jemand die Courage hat, zu helfen“, sagte Sandra Wischke. Sieht man, dass jemand in eine Notlage gerate: „Umdrehen und weggehen ist möglicherweise eine Straftat.“

Notfallausrüstung prüfen

Zu Hause sollte jeder eine Notfallausrüstung haben. Gibt es einen Medizinschrank, dann „gucken Sie mal rein und schauen Sie, was drin ist.“ Immer im Haus sein sollten sterile Binden, Desinfektionsmittel, Pflaster, Schmerztabletten, was gegen Übelkeit oder Durchfall. „Das sind Kleinigkeiten, die man eventuell in eine Kiste packen kann“, so Sandra Wischke.

Ist man hingefallen, sollten Schürfwunden ausgewaschen und desinfiziert werden und man solle sich einen Eindruck machen, wie tief die Wunde ist. Die Blutstillung werde erreicht, indem mit einem Tuch zugedrückt werde oder mit einem Druckverband. „Jeder sollte einen guten Tetanusschutz haben.“ Bei Nasenbluten sollte der Kopf nach vorn gebeugt und die Nase mit Daumen und Zeigefinger zugehalten und der Nacken gekühlt werden.

Was tun nach Kreislaufkollaps?

Sandra Wischke erklärte ihren Zuhörern auch, was bei Kreislaufschwäche unternommen werden müsse. „Durch Ansprechen und Beruhigung kann Sicherheit vermittelt werden.“ Die Beine müssen hochgehalten, der Körper warm gehalten, Puls und Bewusstsein regelmäßig geprüft werden. Muss man die kranke Person kurzzeitig verlassen, sei die stabile Seitenlage angebracht. Mehr Hilfe komme dann unter der Telefonnummer 112.

Aber bei großen Notfällen gehe es dagegen um schnelle Entscheidungen. Ist eine Person reaktionslos, müsse sofort die 112 angerufen werden. Die Regel: Atmung prüfen, Atemweg öffnen durch Kinn anheben, Atemkontrolle, Puls prüfen. Wichtig sei die Herzdruckmassage. Edeltraud Höpfner, die Chefin des Heimatvereins, wollte wissen, was passiere, wenn man die Person durch die Herzdruckmassage verletzte. Sandra Wischke gab zu bedenken, dass ein Mensch mit einer gebrochenen Rippe weiterleben könne, mit einem nicht mehr schlagenden Herzen jedoch nicht mehr. Die Rettung des Menschen überwiege dabei.

Neue Bereitschaftspraxis in Oranienburg

Die Ärztin wies auch auf die neue ärztliche Bereitschaftspraxis an der Oranienburger Klinik hin. Die „KV Regio Med Praxis“ ist täglich bis 21 Uhr geöffnet. Montags, dienstags und donnerstags ab 19 Uhr, mittwochs ab 16 Uhr, freitags ab 14 Uhr, am Wochenende von 9 bis 20 Uhr. Das soll auch die Notaufnahme der Klinik entlasten.

Die Gäste im Vehlefanzer „Haus der Generationen“ waren sehr zufrieden mit dem Vortrag der Ärztin. „So etwas finde ich sehr wichtig“, sagte Rosa Schäfer aus Vehlefanz. „Ich habe zum Beispiel für Notfälle immer eine Decke im Auto.“

Von Robert Tiesler

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