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Oberkrämer Buddhisten wollen Tempel am Schloss errichten
Lokales Oberhavel Oberkrämer Buddhisten wollen Tempel am Schloss errichten
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12:56 28.10.2019
So soll der buddhistische Tempel in Sommerswalde aussehen. Quelle: Ratsinfo Oberkrämer
Sommerswalde

Am Schloss in Sommerswalde soll ein buddhistischer Tempel errichtet werden. Er soll religiösen und kulturellen Zwecken dienen sowie der Beherbergung von Kursteilnehmern. Das Bauwerk hat laut Plan eine Grundfläche von 36 mal 36 Metern und ist einschließlich einer Lichtkuppel 15 Meter hoch. Das geht aus den Unterlagen hervor, die im Ratsinformationssystem von Oberkrämer zur Verfügung gestellt werden.

Standort des Tempels soll zwischen dem Gebäude, das dem Roten Rathaus in Berlin nachempfunden ist, und dem bestehenden Feuerlöschteich sein. Dort befinden sich zurzeit noch Garagen, ein altes Heizhaus und einige Parkplätze.

Eigentümer der Gutsanlage ist „Die Neue Kadampa Tradition – Internationale Vereinigung des Kadampa Buddhismus“. Die Vereinigung spricht bei dem geplanten Bau von einem modernen, buddhistischen Tempel, „der auf traditionellen Formen basiert“. Konkret basiere der Entwurf auf einem „himmlischen Palast“ oder Mandala von Buddha Heruka, dem Buddha des Mitgefühls.

So soll der buddhistische Tempel in Sommerswalde aussehen. Quelle: Ratsinfo Oberkrämer

In den Plänen stehen auch schon Einzelheiten zum Aussehen des Tempels. So wird es auf der quadratischen Grundfläche vier Portale geben. Das sind die Zugänge. Über jedem Zugangsportal befinden sich ein Rehbock und eine Rehkuh, die an die erste Lehrrede Buddhas im Rehpark von Benares erinnern soll, außerdem an die fortgeschrittenen Stufen der Schulung in Weisheit und Mitgefühl. Die Lichtkuppel trägt den zentralen fünfzackigen Vajra, der den tiefsten geistigen Frieden symbolisiert. Dazu ist ein fünfstufiges Dach geplant, die die fünf Hauptstufen zum Zustand der Erleuchtung zeigen sollen. Viele Dachornamente seien zudem vergoldet, die Glaselemente des Lichtkuppel-Daches seien goldgeprägt. Drumherum befindet sich ein Säulengang, in dem man den Tempel umrunden kann.

Für den neuen Tempel werden laut Stellplatzsatzung 70 Parkplätze benötigt. Auch Busse sollen dort parken können. Die Fläche könnte südwestlich des ehemaligen Orangerie-Gebäudes hergestellt werden. Für die ebenfalls notwendigen Toiletten könnte ein separates Sanitärgebäude errichtet werden. Im Tempel selbst sei das – auch aus religiösen Gründen – nicht möglich, so heißt es. Ein bestehendes Nebengebäude, die frühere Bäckerei, soll zu diesem Zweck abgerissen werden.

Das Gutsgelände in Sommerswalde. Der Tempel soll hinter den Gebäuden entstehen. Quelle: Robert Roeske

Für all diese Vorhaben ist wegen der Lage im Außenbereich eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Darüber beraten in diesen Wochen die Gremien in Oberkrämer. Am Montagabend um 19 Uhr ist es Thema im Bauausschuss (Verwaltungssaal, Perwenitzer Weg 2, Eichstädt), am 21. November im Hauptausschuss, und die endgültige Entscheidung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes fällt am 5. Dezember in der Sitzung der Gemeindevertreter.

Da Sommerswalde zu Schwante gehört, hat der dortige Ortsbeirat dazu ebenfalls beraten. Ortsvorsteher Dirk Jöhling (BfO) sagte am Montag: „Ich stehe dem positiv gegenüber.“ Das werde auf jeden Fall ein Hingucker. Schon einmal war in Sommerswalde die Rede davon, dass ein Tempel gebaut werden solle, das Projekt sei dann aber intern seitens der Buddhisten zurückgestellt werden.

Dirk Jöhling erhofft sich vom buddhistischen Tempel einen „Schub für den Tourismus“. Die Anbindung nach Sommerswalde habe in dem Zusammenhang eine hohe Priorität. Konkret meint er das fehlende Stück Radweg an der L170 zwischen dem Gemeinschaftsweg und Sommerswalde. „Dieser Weg steht seit Jahrzehnten auf der Agenda.“ Zur Not müsse sich die Gemeinde engagieren, die auch schon den bestehenden Weg finanziert habe. Denn Dirk Jöhling geht davon aus, dass gerade viele der Buddhisten mit dem Zug nach Schwante kommen und dann zu Fuß nach Sommerswalde gehen.

Von Robert Tiesler

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