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Oberkrämer Grußwort: Peter Leys kritisiert Aggression im sozialen Netzwerk
Lokales Oberhavel Oberkrämer Grußwort: Peter Leys kritisiert Aggression im sozialen Netzwerk
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08:11 29.12.2018
Peter Leys (BfO) in seinem Büro in Eichstädt. Quelle: Robert Tiesler
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Oberkrämer

Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) kritisiert die oft aggressiven Debatten in sozialen Netzwerken. In seinem Grußwort zum Jahreswechsel macht er sich Gedanken zum Klimawandel und zum Handeln der Bundesregierung und dessen Folgen.

„Zwei Themen haben uns im letzten Jahr besonders beschäftigt“, schreibt Peter Leys. „Die extreme Veränderung unseres Klimas war nicht mehr zu übersehen. Zum Einen hatten wir von April bis einschließlich November kaum nennenswerte Niederschläge und im Sommer über einen langen Zeitraum ungewöhnlich hohe Temperaturen.“ Darunter habe in erster Linie die Natur gelitten, aber auch die Landwirtschaft. das habe Oberkrämer als ländlich geprägter Bereich sehr zu spüren bekommen. „Gedanken über den Klimawandel machen sich nun verstärkt Politik und Wissenschaft, aber auch viele Menschen in der Welt denken darüber nach, wie sie durch ihr eigenes Handeln zum Stopp der Erderwärmung beitragen können“, so der Bürgermeister weiter.

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Kritik an Bundesregierung

„Das andere Extrem bot uns unsere Bundesregierung, die leider sehr oft den Eindruck von großer Orientierungslosigkeit bot.“ Sie habe damit auch die Erstarkung sowohl rechter als auch linker Gruppen mitzuverantworten, so Leys weiter. „Äußerungen in den sozialen Netzwerken spiegeln diese Kritik aus der Bevölkerung wieder, tragen jedoch oft nicht zur konstruktiven Auseinandersetzung bei, sondern haben inzwischen eine aggressive Form angenommen.“ Die Lösung dieser Probleme gelinge jedoch nur in einem respektvollen Miteinander, für das sich alle einsetzen müssten.

Probleme in Oberkämer: „Viel praxisferne Bürokratie von EU, Bund und leider auch vom Land beanspruchen zunehmend mehr Zeit und Aufwand, um wichtige Vorhaben zu realisieren.“ Oberkrämer durchlaufe derzeit eine sehr starke Wachstumsphase. An allen Ecken werde mit so großer Geschwindigkeit gebaut, „dass wir sehr viel Mühe und auch viel Geld aufwenden müssen, um die erforderliche Infrastruktur vorhalten zu können.“

Es fehlen Kitaplätze

Es würden notwendige Plätze in den Kindereinrichtungen fehlen. „Aber auch die über Jahre verfehlte Bildungspolitik bereitet uns zunehmend Probleme. Es wird immer schwieriger, Erzieher oder auch Fachkräfte für die Verwaltung zu finden.“

Ungeachtet der genannten Probleme könne Oberkrämer mit Optimismus ins neue Jahr blicken. „Wir haben uns in den letzten Jahren in allen Bereichen gut entwickelt, wir konnten viele wichtige Dinge für unsere Bürger schaffen, wir sind finanziell handlungsfähig und Oberkrämer wächst immer weiter zusammen“, sagt Peter Leys. „Dafür hat unsere Gemeindevertretung, unabhängig von der großen Politik und der politischen Ausrichtung, in den letzten Jahren erfolgreich die Basis geschaffen. Und sollten unsere Bürger im kommenden Jahr im Mai mit Bedacht an die Wahlurne treten, so gibt es keinen Grund für die Gemeinde Oberkrämer pessimistisch in die Zukunft zu blicken.“

Von Robert Tiesler