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Oberkrämer Analysen und Kommentare: CDU, SPD und Linke erleben bitteren Tag
Lokales Oberhavel Oberkrämer Analysen und Kommentare: CDU, SPD und Linke erleben bitteren Tag
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00:25 30.05.2019
Abstimmung (Symbolbild).
Abstimmung (Symbolbild). Quelle: Christian Schwier - stock.adobe.com
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Oberkrämer

Es wird sich einiges ändern in der Gemeindevertretung für Oberkrämer. Die Bürger für Oberkrämer (BfO) konnten ihre Vorreiterposition noch weiter ausbauen – sie bekommen einen achten Sitz im Gemeinderat. SPD muss zwei Sitze abgeben, die CDU und die Linken je einen. Die FWO und die Grünen hingegen bekommen beide einen zweiten Sitz und können nun – wenn sie es wollen – eigene Fraktionen wählen. Neu im Parlament ist die AfD, die drei Sitze bekommen wird.

Für die SPD ist das bitter. „Alleine etwas durchzubringen, wird schwierig sein. Bei dem Ergebnis der BfO kommt man da schlecht vorbei“, sagte Karsten Peter Schröder (SPD) am Montag. „Ich bin ein bisschen traurig darüber, dass die Linke nur einen Abgeordneten schicken kann“, sagte Carsten Schneider (parteilos, Linke-Liste). Er selbst wird nur noch im Vehlefanzer Ortsbeirat vertreten sein. Der Weggang von Günter Franke aus Bötzow aus der Kommunalpolitik könne einer der Gründe sein, dass es weniger Stimmen gab, so Schneider weiter. Aus eigener Kraft kann die Linke zudem in Oberkrämer keine Fraktion mehr bilden. Der gewählte Patrick Zechel müsste sich nach einem Fraktionspartner umsehen.

Freude dagegen bei Wolfgang Geppert von den Freien Wählern Oberhavel (FWO). Obwohl sie vorrangig in Bötzow auftritt, hat es auch gemeindeweit für Zuwächse gereicht. „Was den Gemeinderat angeht, freuen wir uns sehr.“ Für den Bötzower Ortsbeirat hätte er sich jedoch gewünscht, einen dritten Sitz zu bekommen. Ob die FWO weiterhin mit den Grünen eine Fraktion bildet, sei noch offen, sagte Wolfgang Geppert außerdem. Im Bötzower Ortsbeirat wird sich einiges tun. Nach dem Weggang von Ortsvorsteher Günter Franke wird die Linke dort nicht mehr vertreten sein - dafür ist die BfO stark vertreten. Mandy Krenz hat dort die meisten Stimmen bekommen – ob sie Frankes Nachfolgerin wird, entscheidet aber erst der neue Ortsbeirat im Juni. Mit zwei Abgeordneten ist die AfD auch in Bötzower Ortsbeirat eingezogen, in Schwante mit einem Sitz. In Marwitz dagegen hat die AfD es hingegen nicht geschafft.

Im Vehlefanzer Ortsbeirat wird die spannende Frage sein, wer Nachfolger von Ortsvorsteherin Erika Kaatsch sein wird. Hubert Gediga (BfO) hat bei der Wahl am Sonntag die meisten Stimmen bekommen – auch dort entscheidet aber erst im Juni der Ortsbeirat über diese Personalie. Gerade über die Wahlergebnisse in den Ortsbeiräten herrsche bei den BfO Freude, „da es der Wählervereinigung immer wichtig ist, stark in den einzelnen Ortsbeiräten vertreten zu sein“, sagte Serjoscha Rösler, zuständig für die BfO-Öffentlichkeitsarbeit.

Die genauen Ergebnisse finden Sie hier: für das neue Gemeindeparlament und für die Ortsbeiräte.

Von Robert Tiesler