Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberkrämer Ortsvorsteherin: Gundula Klatt setzt sich gegen Wolfgang Krüger durch
Lokales Oberhavel Oberkrämer Ortsvorsteherin: Gundula Klatt setzt sich gegen Wolfgang Krüger durch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
01:56 14.06.2019
Ortsbeirat Bärenklau (v.l.): Karsten Peter Schröder (SPD), René Stange (BfO), Gundula Klatt (BfO), Wolfgang Krüger (CDU), Ulrich Rack (BfO). Quelle: Robert Tiesler
Anzeige
Bärenklau

Gundula Klatt (BfO) bleibt Ortsvorsteherin in Bärenklau. Bei der Wahl am Donnerstagabend im Ortsbeirat hatte sie allerdings einen Gegenkandidaten. Die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates fand in der Alten Remonteschule statt.

Während René Stange (BfO) seine Kollegin Gundula Klatt für den Ortsvorsteher-Posten vorschlug, brachte sich Wolfgang Krüger (CDU), der neu im Gremium ist, selbst ins Rennen. „Es gibt ein Wahlergebnis für den Ortsbeirat Bärenklau, da habe ich die höchste Stimmenanzahl“, sagte er. „Das ist ein Vertrauensvotum für mich.“ Außerdem sage das Ergebnis, dass die Leute mit dem alten Ortsbeirat nicht zufrieden gewesen seien und Veränderungen wünschen, so Krüger weiter. „Ich stehe für Veränderungen, deshalb kandidiere ich.“

Wahlleiter Karsten Peter Schröder (SPD) gratuliert Gundula Klatt (BfO). Quelle: Robert Tiesler

Eine Chance hatte Krüger jedoch nicht. Die BfO hat drei der fünf Sitze im Ortsbeirat, und Karsten Peter Schröder (SPD) unterstützte die Kandidatur von Gundula Klatt, wie er vor dem Wahlvorgang sagte. Am Ende gab es dann auch vier Stimmen für Gundula Klatt, eine für Wolfgang Krüger. Sie nehme die Wahl sehr gern an, sagte die alte und neue Bärenklauer Ortschefin.

Als es um den stellvertretenden Ortsvorsteher ging, schlug Gundula Klatt dann René Stange vor – der dann auch einstimmig gewählt worden ist.

Der stellvertretende Ortsvorsteher René Stange (BfO). Quelle: Robert Tiesler

„Ich denke, wir werden alle gut zusammenarbeiten“, sagte Gundula Klatt nach der Wahl. Sie erhoffe sich von der CDU-Beteiligung im Ortsbeirat neuen Schwung. „Wir freuen uns, dass ein engagierter Mitbürger mitmischt.“ Außerdem erhoffe sie sich die Unterstützung der Bärenklauer. Sie wolle die Wünsche der Bürger weitergeben. „Wir setzen uns ein für die Weiterführung des Erntefestes.“ Am Mittwoch habe es ein Treffen dazu gegeben, Hilfe komme auch von Regionalmanagerin Kerstin Rosen. Gundula Klatt hofft aber auch, dass im nächsten Jahr wieder der Kulturverein Arge Baer an Bord sei.

MAZ-Kommentar

MAZ-Reporter Robert Tiesler kommentiert die Ortsvorsteherwahl in Bärenklau:

So sehen es die Regeln vor: Ortsvorsteher wird nicht die Person, die die meisten Stimmen innerhalb des Gremiums hat, sondern die Person, die im Ortsbeirat selbst die meisten Stimmen bekommt.

In Kremmen hat das Eckhard Koop viele Jahre erlebt: Er hatte die meisten Stimmen bei der eigentlichen Wahl bekommen. Weil er aber Alleinkämpfer war, gab es bei der Ortsvorsteherwahl jedoch keine Unterstützung. Erst 2014 konnte er sich durchsetzen.

Man kann im Fall von Bärenklau sagen: Die BfO hat ihre Machtkarte voll ausgespielt. Wolfgang Krüger (CDU) hat 556 Stimmen bei der Ortsbeiratswahl bekommen, Gundula Klatt (BfO) 497, René Stange (BfO) 424. Die BfO hat die Mehrheit im Ortsbeirat, und so war Wolfgang Krüger von vornherein natürlich chancenlos – kampflos wollte er das jedoch nicht hinnehmen.

Dass die BfO aber auch nicht den Stellvertreterposten an Krüger abgeben wollte, das war dann doch durchaus bemerkenswert – auch der ging an die BfO. Davon geht natürlich nicht die Welt unter, und die Bärenklauer können sicherlich auch damit leben. Dennoch ist diese Willkür bei der Ortsvorsteherwahl auch ein wenig irritierend. Denn nirgendwo anders ist dieses Votum mehr eine Personenwahl als im Ortsbeirat.

Von Robert Tiesler

In Oberkrämer gibt es keinen Finanzausschuss. Das soll sich nach dem Willen der CDU ändern. Die Fraktion stellt einen entsprechenden Antrag.

13.06.2019

Unbekannte schnitten auf dem Autohof Oberkrämer bei zwei Sattelauflegern die Planen auf. Die Fahrzeuge waren dort in der Nacht abgestellt worden.

13.06.2019

Ergebnisse des Gespräches zum Schwantener Schlossweg lassen wohl bis Freitag auf sich warten. Allerdings hat es einen Disput zwischen Bürgerinitiative und Schwantes Ortsvorsteher gegeben, wie beide Seiten bestätigen.

13.06.2019