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Oberkrämer Proben an der ehemaligen Hausmülldeponie genommen
Lokales Oberhavel Oberkrämer Proben an der ehemaligen Hausmülldeponie genommen
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17:04 27.11.2019
Am Dienstag sind Proben an der ehemaligen Hausmülldeponie in Bötzow-West genommen worden. Quelle: Verwaltung
Bötzow

Um den Einfluss der ehemaligen Hausmülldeponie in Bötzow-West auf das Grundwasser zu überwachen, führt die Gemeinde Oberkrämer in einem zweijährigen Turnus seit 15 Jahren ein Grundwassermonitoring durch, das heißt elf Pegel werden rund um die Deponie beprobt und das entnommene Wasser auf das Vorhandensein hausmülltypischer Schadstoffe untersucht. „Zudem werden auch jeweils zwei Schöpfproben aus den angrenzenden Meliorationsgräben analysiert“, so Bau- und Ordnungsamtsleiter Dirk Eger. „Der Einfluss der Deponie auf das Grundwasser ist belegt, das heißt aus dem Deponiekörper werden hausmülltypische Schadstoffe wie Bor, Sulfat und Ammonium ausgewaschen und in das Grundwasser verfrachtet.“

Diese Schadstoffe würden jeweils die von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser festgelegten Geringfügigkeitsschwellen überschreiten, „so dass hier behördlich von einer Deponie mit einem geringen Gefährdungsgrad gesprochen werden kann oder muss.“

Proben an der ehemaligen Hausmülldeponie in Bötzow-West Quelle: Verwaltung

Um die Vorgänge im Deponiekörper besser zu verstehen, wurde am Dienstag zehn Meter durch den Deponiekörper gebohrt. „So konnte eine etwa vier Meter starke Schicht mit Braunkohlenasche festgestellt werden“, so Dirk Eger. „Darunter befand sich eine tiefschwarze Müllschicht. Insgesamt war der Müllkörper am Bohrpunkt 9,20 Meter mächtig, bevor in etwa zehn Metern Tiefe dann das Grundwasser anstand.“

Die Frage, ob neben dem Niederschlagswasser, auch das Grundwasser selbst Schadstoffe aus dem Deponiekörper auswaschen könne, konnte mit Nein beantwortet werden, so Dirk Eger.

Alle zwei Jahre wird untersucht. Quelle: Verwaltung

„Der Deponiefuß steht nicht im Grundwasser, so dass die Schadstoffe ausschließlich durch versickernde Niederschläge aus der Deponie gewaschen werden. Dabei ist die Fließgeschwindigkeit als sehr gering einzuschätzen.“ Die Aktion führe zu einer Verbesserung bei der Beurteilung des Deponiekörpers hinsichtlich zukünftiger Gefährdungspotenziale. Die Bohraktion kostete 6000 Euro.

Von MAZonline

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