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Oberkrämer SV Eichstädt-Vereinschef Tom Neumann: „Fünf Hallen erhöhen die Attraktivität“
Lokales Oberhavel Oberkrämer SV Eichstädt-Vereinschef Tom Neumann: „Fünf Hallen erhöhen die Attraktivität“
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16:45 24.05.2019
Tom Neumann blickt dem Jugendcup optimistisch entgegen. Quelle: Robert Roeske
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Oberhavel

46 Mannschaften aus Berlin und Brandenburg, fünf verschiedene Sporthallen als Austragungsstätten – der 2. Jugendcup des Oranienburger Handball Club nimmt neue, größere Dimensionen an. Erstmals wird das als Original-Energie-Cup Oberhavel 2019 titulierte Jugendturnier nicht nur vom OHC selbst veranstaltet, auch der HSV Oberhavel aus Borgsdorf und der SV Eichstädt sind als Mitveranstalter beteiligt. Im Vorfeld des über zwei Tage andauernden Nachwuchsturnieres sprach der Eichstädter Vereinschef Tom Neumann mit der Märkische Allgemeine Zeitung. Der 24-Jährige ist seit Juni 2015 Vereinsvorsitzender des SVE. Im Interview gewährt er Einblicke in die Vorbereitungen, die Abläufe und die Planungen für die Zukunft.

Erstmalig richten drei Vereine den Jugendcup aus. Wie ist die Stimmungslage beim SV Eichstädt so kurz vor dem Turnierstart?

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Tom Neumann: Einerseits herrscht bei uns große Vorfreude, gerade auf die vielen Mannschaften die unsere Oberkrämerhalle am Wochenende besuchen werden. Zum anderen ist aber auch eine gewisse Anspannung nicht zu leugnen. Wir wollen natürlich, dass alles reibungslos klappt. Vor allem die Besetzung der Helferstellen ist da nicht so einfach gewesen, gerade wenn die reguläre Handballsaison bereits beendet ist.

Wie hoch war der Aufwand im Vorfeld für Ihren Verein vor dem Jugendcup?

Der Aufwand ist schon immens, dem waren wir uns aber auch im Vorfeld absolut bewusst. Eine Halle für ein Wochenende anzumieten ist da noch das einfachste, diese dann mit Leben zu füllen, ist die große Kernaufgabe. Man benötigt vor allem viele freiwillige Helfer. Zum Beispiel für die Zeitmessung, für das bearbeiten der Protokolle, Schiedsrichter und natürlich wollen die Aktiven und auch die hoffentlich vielen Zuschauer essen und trinken. Und das alles nicht nur für ein paar Stunden, sondern quasi über den ganzen Tag hin verteilt. Aber ich kann sagen, dass wir alles hinbekommen haben und wir gut gerüstet sein werden und bereit sind.

Was erhofft sich der SV Eichstädt im Speziellen von der Kooperation beim Jugendcup?

Zum einen wollen wir den Handballsport weiter interessant machen in der Region, aber natürlich wollen wir uns auch als Verein präsentieren und diese Veranstaltung natürlich als eine Art Werbeplattform nutzen. Gerade in Oberkrämer hält der Zuzug stetig an, viele wissen aber noch gar nicht, dass es in ihrem neuen Wohnort einen Handballverein gibt. Dass wollen wir ändern und freuen uns natürlich immer über jedes neue Vereinsmitglied.

Trotz des neuen Konzeptes gibt es einige kritischen Stimmen im Vorfeld. Vor allem wird befürchtet, dass durch das Verschieben auf fünf Hallen die Stimmung leiden könnte. Es wird nur eine Halle als Standort bevorzugt. Teilen Sie diese Bedenken?

Nein, nicht wirklich. Man darf ja nie die Geschichte dieses Nachwuchsturnieres vergessen. Bis vor zwei Jahren wurde das Turnier unter freien Himmel ausgetragen, musste auch mal aufgrund schwerer Regenfälle kurzfristig abgesagt werden. Im Vorjahr war es ja auch nicht wirklich was anderes als jetzt. Dort waren es drei verschiedene Hallen, nun sind es halt fünf. Von daher ist nicht wirklich was grundlegend neu gemacht worden. Ich denke sogar, dass es durch die fünf Hallen noch attraktiver werden kann, vor allem für die Sportler selbst und den Handballsport im Allgemeinen. Die reine Spielzeit kann nun verlängert werden.

Es gibt sogar Gerüchte, dass Sie die Kooperation sogar noch ausweiten möchten. Stimmt dass?

Ja, das ist richtig. Die Überlegungen gab es sogar schon für die nun anstehende Veranstaltung. Auch die Handballhochburgen Hennigsdorf und Liebenwalde sollen mit eingebunden werden. Wir werden uns in Ruhe nach dem Jugendcup zusammensetzen, alles bilanzieren und analysieren und dann schauen, was für die kommende Jahre machbar ist und was nicht. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen im kommenden Jahr auch in Hennigsdorf und Liebenwalde Turniere durchzuführen im Rahmen des Jugendcup.

Seit vier Jahren sind Sie nun Vereinsvorsitzender des SV Eichstädt. Wie würden Sie gerade die Entwicklung im Nachwuchsbereich bilanzieren und gibt es da noch Optimierungsbedarf?

Wir haben vor vier Jahren mit einer Schul-AG angefangen, daraus hat sich inzwischen erfreulicherweise eine D-Jugendmannschaft entwickelt. Das freut uns natürlich sehr. Aber natürlich wissen wir auch, dass es schon erstrebenswert ist, weitere Jugendmannschaften an den Start zu bringen und das wollen wir auch. Allerdings steht und fällt alles mit geeigneten Übungsleitern. Und genau dort hackt es, es gibt schlichtweg nicht genügend und vorhandene sind schwer zu finden oder bereits bei anderen Vereinen involviert.

Interview: Knut Hagedorn

Von Knut Hagdorn