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Oberkrämer Sanierung der Kita „Krämer Kids“ kommt voran
Lokales Oberhavel Oberkrämer Sanierung der Kita „Krämer Kids“ kommt voran
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02:22 28.04.2018
Derzeit sind in allen Räumen der Vehlefanzer Kita Bauarbeiter anzutreffen. Quelle: Enrico Kugler
Vehlefanz

Wer sich momentan in der Vehlefanzer Kita „Krämer Kids“ umsieht, könnte denken, als handele sich um einen Neubau. Bis auf die Außenwände ist innen kaum etwas beim Alten geblieben. Seit dem 1. September 2017 ist die Kita geschlossen. Nach dem Starkregen Ende Juni, bei dem Wasser ins Gebäude eingedrungen war, hatte sich Schimmel gebildet. Eine großflächige Sanierung musste angesetzt, das Haus komplett entkernt werden.

Das Gemäuer musste trockengelegt werden. Quelle: Enrico Kugler

„Es war und ist eine Riesenarbeit“, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) am Mittwochnachmittag bei einer Baustellenbegehung. „Bisher ist aber noch gar nicht so viel sichtbar geworden.“ Das ändere sich aber seit dieser Woche, ergänzte er. Bis Februar dauerte es, bis das Haus schimmelfrei war und es eine entsprechende Freigabe gegeben hatte. Der Fußboden musste raus, die Heizung, die decken, Elektrik, teilweise wurden die Wände ausgeschnitten.

Blick ins leere Innere. Quelle: Enrico Kugler

Am 14. Februar begann der „Wiederufbau“ der Kita. „Die Abdichtung ist jetzt deutlich über dem Maß eines Neubaus“, sagte Bauleiter Frank Traffehn am Mittwoch. Der Fußboden ist neu und wurde mit einer großflächigen Heizung ausgestattet. Das führe dazu, dass im Raum künftig mit niedrigeren Temperaturen gearbeitet werden könne, es würde ein günstigeres Raumklima herrschen, sagte Frank Traffehn. Die Deckenkonstruktion entstehe neu, gleichzeitig werde die Gelegenheit genutzt, Akustikdecken einzubauen. „Das ist eine wesentliche Modernisierung“, so der Bauleiter weiter.

Baustellenbesichtigung. Quelle: Enrico Kugler

Ein Problem stellen allerdings noch die Außenanlagen dar, erklärte der Bürgermeister. „Wir müssen erst mal eine Firma finden, die noch Kapazitäten hat“, sagte er. Das sei momentan recht schwierig. Das Konzept für die Außenanlagen müsse angepasst werden, denn beim Starkregen Ende Juni sei vor allem das Wasser durch das Gefälle zum Haus hin in die Kita eingedrungen. Es müsse alles getan werden, dass sich die Situation, wie sie am 29. Juni war, nicht noch mal wiederholen könne, sind sich alle einig. Entsprechende Absicherungsmaßnahmen sollen in den Außenbereichen greifen. So sollen die Gehwege vom Gebäude „weggekippt“ werden, wie Bauamtsleiter Dirk Eger erklärte. Das heißt, sie haben dann eine ganz leichte Neigung vom Haus abweisend.

Bauarbeiter in der Kita. Quelle: Enrico Kugler

Vor den Terrassentüren entstehen außerdem Kastenrinnen, in die das Niederschlagswasser im Fall der Fälle geleitet werden soll. Auch eine neue Dränage soll auf dem Gelände verlegt werden.

Ein Teil des Mobiliars ist verstaut in Containern, ein anderer Teil steht im neuen Hortgebäude nebenan. Spätestens am 1. August soll die eigentliche Kita „Krämer Kids“ wieder in Betrieb gehen. „Eher früher“, sagte Peter Leys. „Der 1. August ist die absolute Deadline.“ Dann können die ausquartierten Kinder, die derzeit in den Hort gehen, in die Bötzower Kita und ins Vehlefanzer „Haus der Generationen“ wieder zurückziehen. Damit Letzteres wieder unter anderen vom Heimatverein genutzt werden könne, müssten dort danach Malerarbeiten vorgenommen werden.

Baustelle Kita. Quelle: Enrico Kugler

Bislang sind Aufträge im Wert von 1,15 Millionen Euro ausgelöst worden. Hinzu kommen noch Gelder für Arbeiten, die in nächster Zeit erst ausgeschrieben werden. Bürgermeister Peter Leys geht davon aus, dass die Kosten für die umfangreiche Kitasanierung am Ende bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen werden. Das Geld kommt aus dem Gemeindehaushalt. „Dass wir für den Bau des Hortes in Bötzow Fördermittel bekommen, hilft uns für den Haushalt dabei sehr weiter“, erklärte Peter Leys.

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