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Oberkrämer Ein Fest im Zeichen des Waldes
Lokales Oberhavel Oberkrämer Ein Fest im Zeichen des Waldes
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00:22 01.05.2019
Vor allem Kinder kamen am Sonnabend auf ihre Kosten. Quelle: Robert Roeske
Wolfslake

Es war der Blickfang schlechthin am Sonnabend: Durch die Wege im Krämerwald spazierte ein Reiter auf seinem Einhorn. Ob es tatsächlich das Letzte war, das konnte der Mann nicht mit Sicherheit sagen. Wohl aber, dass Einhörner eine verdammt teure Investition sind: Sie ernähren sich nämlich ausschließlich von Gold und Diamanten. Vor allem Kinder ließen sich mit dem Reiter auf seinem gehörnten Fabelwesen fotografieren.

Tausende Gäste sahen das wundersame weiße Wesen am Sonnabend, zum 17. Mal fand in der Waldbegegnungsstätte in Wolfslake das Krämerwaldfest statt. Wie in den Vorjahren war die Veranstaltung auf rund sechs Hektar Waldfläche gut besucht. So gut, dass der Parkplatz auf der Speedwaybahn schon nach einer guten Stunde zugeparkt war. Mittendrin im Getümmel war Leonhardt Poerschke. „Ich finde das echt cool hier, weil es so viel für Kinder gibt“, sagt der Siebenjährige.

Für die Zuschauer gab es den ganzen Tag ein buntes Bühnenprogramm. Quelle: Robert Roeske

Von Ponyreiten über das Laufen in riesigen Wasserbällen bis zum Bungee-Trampolin springen konnten die Kids viele Dinge anstellen. Doch seinem Vater Uwe geht es noch um mehr als das. „Unsere Kinder sollen mit der Natur aufwachsen, das ist uns ganz wichtig“, sagt der Ex-Berliner, der mit seiner Familie nun im ruhigen Klein Ziethen lebt.

Die Flatter-Ulme als Schattenspender

Und die Natur stand auch im Mittelpunkt des Krämerwaldfestes. Den Baum des Jahres 2019, die Flatter-Ulme, übergab Frank-Michael Hintze, Leiter der zuständigen Oberförsterei Neuendorf, symbolisch an Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys. Die Bäumchen sollen am kommenden Donnerstag in den neuen Horten in Vehlefanz und Bötzow eingepflanzt werden. Mit ihnen auch Ahorne, Bergahorne und Amberbäume. „Die Bäume sollen den Kindern irgendwann einmal im Sommer Schatten spenden“, sagt Hintze. Doch es geht natürlich auch darum, die Kids mit solchen Aktionen für die Umwelt und den Wald zu sensibilisieren. „Das ist wichtig, weil sich die Kinder heute mehr mit Handy und PCs beschäftigen als draußen zu sein“, sagt Hintze.

Kinder konnten sich auch als Bogenschützen versuchen. Quelle: Robert Roeske

Das Krämerwaldfest selbst, bei dem sich die Forst auch vorstellte, sei aber auch für Erwachsene eine lehrreiche Veranstaltung. Immer wieder muss Frank-Michael Hintze in seinem Alltag erleben, wie manche Leute mit dem Wald umgehen. Eine komplette Wohnzimmer-Einrichtung von der Couch bis zur Schrankwand oder Sondermüll wie Asbestplatten fanden sich mitunter schon im Forst. „Das wird auch schon mal mit dem Lkw abgekippt“, sagt der Förster.

Regionalmanagerin Kerstin Rosen, die das Fest organisiert hätte, war rundum zufrieden, weil so viele gekommen waren. „Unser Highlight ist heute wieder der Wald selbst“, erklärt sie. Seit 17 Jahren gibt es das Fest, Veranstalter sind der Förderverein Regionalpark Krämer Forst, der Landesbetrieb der Forst Brandenburg und die Gemeinde Oberkrämer.

Von Marco Paetzel

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