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Oberkrämer Ein ganz persönliches Bollhagen-Unikat
Lokales Oberhavel Oberkrämer Ein ganz persönliches Bollhagen-Unikat
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15:04 01.01.2019
Zahlreiche Besucher, darunter Julius (l.) und Dennis Jaenisch (2.v.l.), nutzten die Gelegenheit, Keramikstücke selbst zu bemalen. Quelle: Foto: Robert Roeske
Marwitz

Ein beständiger Strom an Besuchern ergoss sich am Sonnabend, den 10. November, in den Bollhagen-Keramikwerkstätten in Marwitz. Die hatten zum 111. Geburtstag ihrer Gründerin die Tore weit geöffnet, luden zu Werksführungen und boten die Möglichkeit, Teller, Tassen und Schüsseln der klassischen HB-Keramik selbst zu bemalen. Jung und Alt nutzten die Möglichkeit, die verschiedenen Etagen der Manufaktur von den Öfen im Erdgeschoss bis hin zu den Arbeitsplätzen der Keramikmalerinnen unter dem Dachgiebel zu erkunden. Eifrig nutzten Groß und Klein auch das Angebot, eigene Bollhagen-Unikate anzufertigen.

Selbstbemalte HB-Keramik als ganz persönliches Weihnachtsgeschenk

„Die Leute nutzen die Möglichkeit, Keramik im klassischen HB-Design selbst zu bemalen, unheimlich gern. Vor allem, wenn es auf Weihnachten zu geht. Sie verschenken gern etwas Selbstgemachtes ebenso wie Einzigartiges“, hat Steffen Blochel, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft, beobachtet. „Der Geburtstag unserer Gründerin markiert daher in diesem Jahr gleichzeitig den Einstieg in die Vorweihnachtszeit.“ Nicht nur am Geburtstagswochenende, auch am 2. Dezember gibt es noch einmal die Möglichkeit, eigene Keramikweihnachtsgeschenke zu bemalen. „Die können auf jeden Fall auch noch vor Weihnachten abgeholt werden“, verspricht Steffen Blochel. Knapp drei Wochen dauert die Fertigstellung nach dem Bemalen, muss die Keramik noch einmal trocknen und im Ofen gebrannt werden.

Zum 111. Geburtstag der Keramikmeisterin öffneten deren Werkstätten in Marwitz am 10. November 2018 die Tore und luden zu Werksbesichtigungen sowie dem Bemalen von Keramik. Das Ofenmuseum in Velten öffnete mit einer Vernissage zudem eine Sonderausstellung.

Wie viele Tassen und Teller Heidrun Reinhold im HB-Design in ihrem Leben schon bemalt hat, kann die 62-Jährige schon lange nicht mehr zählen. Die Keramikbemalerin arbeitet seit über 40 Jahren in der Manufaktur, hat viele Jahre auch mit „HB“ persönlich zusammengearbeitet. „Sie war eine konsequente Chefin, ist keine Kompromisse eingegangen. Mitunter war sie aber auch nachsichtig“, erinnert sie sich. "HB lebte für ihre Keramik. Manchmal schlich sie nachts noch durch die Fabrik, um zu schauen, ob wir auch jedes einzelne Stück richtig bemalt haben“, lacht sie. „Verheiratet war HB nie. Sie sagte mal zu uns, das würde nicht funktionieren, nur Ärger bringen. Verheiratet war sie mit ihrer Keramik, wir Kollegen waren ihre Familie. Mit ihrem Erbe lebt sie nun weiter“.

Sonderausstellung zu Hedwig Bollhagen und Wegbegleitern der 90er Jahre läuft bis Mai 2019

Im Ofenmuseum in Velten öffnete ebenfalls am Sonnabend die Sonderausstellung „HB erbt HB“ mit einer Vernissage. Die Ausstellung mit Bildern des niederländischen Fotographen Erik-Jan Ouwerkerk läuft bis zum 31. Mai 2019 und ist Teil des europäischen Kulturerbejahrs (ECHY 2018).

Zur Sonderausstellung erschien ein 176-seitiger Bildband. Quelle: Robert Roeske

„Die Wende machte Hedwig Bollhagen mit 86 Jahren zur ältesten Jungunternehmerin Deutschlands. Von Stund‘ an gehörte auch „Klappern“ zum Handwerk der berühmten Keramikerin und der Ruf ihres zeitlosen Gebrauchsgeschirrs, allen voran die blauen Streifen auf weißem Grund, hallte weit über die brandenburgischen Grenzen hinaus. Davon angelockt, besuchte der niederländische Fotograph Erik-Jan Ouwerkerk HB in den Jahren 1994 und 1995 in Marwitz. Anlässlich ihres 111. Geburtstages staunen wir über diesen erstmals öffentlich gezeigten Bilderschatz jener historischen Zeit“, heißt es seitens des Museums zur Ausstellung. Zu der erschien ebenfalls ein 176-seitiger Begleitband.

Von Nadine Bieneck

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