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Oberhavel Oranienburg will keinen Lärm
Lokales Oberhavel Oranienburg will keinen Lärm
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10:04 22.02.2018
Quelle: Arno Burgi
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Oranienburg

Der „Lärmaktionsplan“ von Oranienburg ist beschlossene Sache. 25 Stadtverordnete stimmten am Montagabend dafür, sieben dagegen, vier enthielten sich. Seit 2009 gibt es in der Stadt solch einen Plan. Jetzt liegt Fortschreibung auf dem Tisch. „Es ist nun Aufgabe der Verwaltung, sie umzusetzen“, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke.

Lärm von mehr als 65 Dezibel kann krank machen. Herz- und Kreislaufprobleme sind die Folge von Dauerkrach. In Oranienburg leben mehr als 1400 Anwohner an Straßenzügen mit diesem Geräuschpegel, verursacht durch Straßenverkehr. 2200 Oranienburger sind von nächtlichem Lärm betroffen, der noch 55 Dezibel erreicht. So die Bestandsaufnahme des Büros LK Argus.

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Zu den Lärmbrennpunkten gehören die Bernauer Straße, die Sachsenhausener, die Lehnitzstraße, die Berliner, die Breite, die Kremmener Straße, die Saarlandstraße, die Stralsunder Straße und die Ortslagen von Wensickendorf, Zehlendorf, Schmachtenhagen und Germendorf. Überall rollen weit mehr als 8000 Autos am Tag.

Jörg Roitsch (Grüne) kritisierte, dass in den Lärmaktionsplan Lärmmessungen auf der neuen B96 keinen Eingang gefunden hätten. Ebenso der  Zuglärm. Schließlich wird die Strecke gen Rostock von  Tempo 120 auf 160 ausgebaut, was noch mehr Lärm auch für die Oranienburger bringt. Auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Wohngebieten sein nicht geregelt. „Es sollte ein jährliches Update geben zum Plan“, forderte er.

„Den Lärm losgelöst von der Schiene zu betrachten“, hielt auch Manfred Ulack für falsch. Und Ralph Bujok (beide Linke) forderte,  Parkraumbewirtschaftskonzept wie  das in Arbeit befindliche Verkehrsentwicklungkonzept der Stadt mit all ihren Auswirklungen unbedingt „andocken“ müssen.

Von Heike Bergt

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