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Oranienburg 1x1 Meter: Osterfeuer im Miniformat
Lokales Oberhavel Oranienburg 1x1 Meter: Osterfeuer im Miniformat
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14:44 19.04.2019
Osterfeuer im Kleinformat: Michael Liebchen hält die Flammen im Zaum. Quelle: Enrico Kugler
Zehlendorf

Donnerstag, 18.43 Uhr: Zum letzten Mal zündete Michael Liebchen das Zehlendorfer Osterfeuer am traditionellen Standort an. Dort, wo es in der Vergangenheit immer brannte, wird es in Zukunft nicht mehr knistern. Die Stelle neben dem Sportplatz, nahe des „vorderen Tores“, wird künftig als Zuwegung für das neue Vereinsgebäude gebraucht. Aber am Donnerstag war noch einmal alles wie gehabt. Fast. Das Feuer war diesmal ein Feuerchen. „Wir hatten wegen der Trockenheit die Genehmigung, ein ein mal ein Meter kleines Feuer anzuzünden“, sagt Michael Liebchen, bei dem die organisatorischen Fäden für das Osterfeuer seit Jahren zusammenlaufen.

Gute Stimmung in Zehlendorf. Quelle: Enrico Kugler

„Wenigstens was, andere Osterfeuer wurden komplett abgesagt.“ Der zuvor extra aufgeschichtete größere Haufen mit trockenen Ästen, Zweigen und etwas Brennholz blieb unangetastet. Michael Liebchen kann’s verstehen: „Der Funkenflug birgt die Gefahr.“ Die Fußballer organisieren das Osterfeuer schon immer. „Der Erlös aus dem Verkauf – am Donnerstag standen Pia und Valerie im Bierwagen – kommt dem Verein zugute. „Schiedsrichterkosten, Heimspielabgaben...“ zählt Michael Liebchen die Ausgaben auf. Karin Reblin – sie betreibt im Dorf die Hofschänke – gehört zu den zuverlässigen Helfern beim Osterfeuer. Bei ihr gibt es Gegrilltes. Die Familie hilft immer. „Wir machen das gerne. Das Osterfeuer ist so ziemlich das Einzige, was es in Zehlendorf noch gibt.“

Udo Neumann, Vorsitzender Post Zehlendorf. Quelle: Enrico Kugler

In nicht einmal mehr drei Wochen geht die Bauerei auf dem Sportgelände los. Für das Sportfunktionsgebäude wird die Baustelle eingerichtet. In der zweiten Maihälfte sollen die Fundamente gesetzt werden. Genutzt werden soll das Gebäude voraussichtlich erstmals im Verlauf der zweiten Halbserie der Saison 2019/20. „Nach vielen Jahren des Kampfes wird der Bau jetzt in die Realität umgesetzt“, sagt Vereinschef Udo Neumann und dankt seinem Vorgänger Ulf Heinrich, der eine sehr große Aktie daran habe, dass die Fußballer nun ein neues Gebäude bekommen. Es wird parallel zum Sportplatz stehen, sodass die Spieler auf Höhe der Mittellinie direkt auf den Platz gehen. Vier Umkleidekabinen, eine Schiedsrichterkabine (alle mit separaten Duschen und WCs), ein physiotherapeutisch nutzbarer Raum, Vereinsraum und Verkaufsraum für Imbissangebote werden im neuen Gebäude integriert sein. „Und es wird einen Telefonanschluss geben“, sagt Udo Neumann. „Wir haben bis jetzt wirklich keinen.“ Nach der Fertigstellung soll nicht Schluss sein mit der Bautätigkeit auf dem Sportplatzgelände. Ein kleiner Kunstrasenplatz und eine Flutlichtanlage sollen die Trainings- und Wettkampfbedingungen für die fünf Nachwuchs- und zwei Männerteams verbessern. Dafür gebe es aber noch keine Fördermittel. Und die Verantwortlichen wollen die Tischtennisteams und Gymnastikfrauen des Vereins, die in der Schmachtenhagener Sporthalle untergebracht sind, irgendwann wieder nach Hause holen. Bis zum nächsten Osterfeuer, das dann an anderer Stelle brennen wird, wird das aber noch nicht klappen.

Karin Reblin (2. v. r.) und ihr Team boten Gegrilltes an. Quelle: Enrico Kugler

Von Stefan Blumberg

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