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Oranienburg 24-Jähriger öffnet Sendungen aus Postbriefkästen
Lokales Oberhavel Oranienburg 24-Jähriger öffnet Sendungen aus Postbriefkästen
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18:57 29.10.2019
Weil er Sendungen aus Postbriefkästen geöffnet hatte, um darin womöglich Geld zu finden, musste ein Hennigsdorfer jetzt vor Gericht. Quelle: dpa/Uli Deck (Symbolbild)
Oranienburg

Wegen Verletzung des Postgeheimnisses musste sich Marcel R. jetzt vor dem Amtsgericht in Oranienburg verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, in dem Zeitraum von Oktober 2017 bis Januar 2018 in acht Fällen Briefsendungen unterschlagen zu haben.

Angeklagter räumt Vorwürfe vollumfänglich ein

„Wer als Beschäftigter eines Unternehmens unbefugt eine Sendung, die ihm anvertraut wurde und verschlossen ist, öffnet und unterdrückt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“, heißt es auszugsweise dazu im bürgerlichen Strafgesetzbuch. In dem Prozess am Dienstag dieser Woche gegen Marcel R. aus Hennigsdorf räumte dieser die erhobenen Vorwürfe vollumfänglich ein.

Diebstahl von Geld konnte nicht nachgewiesen werden

Er war in dem Tatzeitraum bei einer Berliner Transportfirma als Fahrer tätig, die als Subunternehmen für die Deutsche Post arbeitete. Im Rahmen seiner Tätigkeit musste er Postbriefkästen leeren und die gesammelten Briefe abliefern. Im genannten Zeitraum öffnete der Angeklagte in insgesamt sechs Fällen Briefe von Berliner Absendern in der Hoffnung, in den Postsendungen Geld zu finden. Ein anderes Mal war es ein Brief aus Hennigsdorf, der widerrechtlich geöffnet wurde. Seine Bemühungen waren allerdings vergeblich. Zumindest konnte die Staatsanwaltschaft dem 24-Jährigen nicht nachweisen, dass er so zu Geld gekommen war. Allerdings ergab sich für ihn am Ende dieses Verfahrens die Tatsache, dass er nunmehr als Strafe eine Menge Geld loswerden wird.

Angeklagter zeigt Reue

Die von ihm unterschlagenen Briefe hatte der Angeklagte dann in einen Briefkasten in Linthe (Potsdam-Mittelmark) entsorgt. Elf weiteren Postsendungen erging es gleichermaßen. Sie wurden im Kofferraum eines in dieser Sache Sonderverfolgten gefunden. Als Grund für diesen Vertrauensbruch gab Marcel K. Geldschwierigkeiten an. „Mein Arbeitgeber hatte mir die Strafzettel vom Lohn abgezogen und sehr unregelmäßig bezahlt“, sagte er verbittert. „Das war nicht in Ordnung von mir. Es tut mir leid“. Zurzeit sei er auf Arbeitssuche und hofft, wieder als Kurierfahrer arbeiten zu dürfen. Der Angeklagte ist ledig und hat eine feste Wohnung in Hennigsdorf.

Gericht hält Geldstrafe für ausreichend

„Auf mich macht der Angeklagte den Eindruck, dass er nicht wieder straffällig wird“, schätzte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer den jungen Mann ein. Weiter würdigte der Ankläger das reumütige Geständnis des Angeklagten, der als Jugendlicher in vier Fällen wegen Sachbeschädigung aufgefallen war. Eine Geldstrafe sei ausreichend und auch der Rechtsfrieden sei damit gewährleistet, so der Staatsanwalt. Er beantragte 90 Tagessätze zu je 15 Euro, also insgesamt 1350 Euro Geldstrafe.

Dem hatte der Verteidiger nichts entgegenzusetzen und schloss sich dem Antrag des Staatsanwaltes ohne Abstriche an. So wundert es nicht, dass das Urteil gleichermaßen ausfiel und vom Verurteilten sichtlich erleichtert aufgenommen wurde.

Von Helmut Schneider

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