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Oranienburg 6600 Karpfen für Oberhavel
Lokales Oberhavel Oranienburg 6600 Karpfen für Oberhavel
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00:21 03.04.2019
Mit neuem Outfit präsentierte sich der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Olaf Wusterbarth (2. v. l.) beim 29. Verbandstag des Kreisanglerverbandes Oberhavel im Pharmasaal Oranienburg. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Munter wie ein Fisch im Wasser – so enthusiastisch ging es beim 29. Verbandstag des Kreisanglerverbandes Oberhavel im Pharmasaal zu. Viel Gutes war über das Jahr 2018 zu berichten. Denn nicht nur 124 neue Mitglieder wurden gewonnen, so dass die Mitgliederzahl auf 5631 im Kreisverband wuchs, sondern auch der Dreetzsee im Löwenberger Land kam zum Bestand dazu. „Der See wurde bisher von einem Fischer bewirtschaftet, dem das Fischereirecht nicht verlängert wurde“, sagt Fabian Kulow (38) vom Kreisanglerverband Oberhavel. Seit 1. 1. 2019 wird der See nun vom Landesanglerverband betreut. „Probleme, wie Altlasten in Form von Müll, und viele auch bis dato ungeklärte Dinge, wie die Zusammenarbeit mit der Kommune, müssen nun geklärt werden“, sagt Olaf Wusterbarth.

Auch Kritik war zu hören

Der 1. Vorsitzende vom Kreisanglerverband Oberhavel hat auch Kritik. So haben nur elf der insgesamt 80 Vereine ihre Arbeitsbelege an die Geschäftsstelle geschickt und somit betrage die Gesamtstundenzahl bezüglich der Naturschutzarbeit nur 745. „Das widerspiegelt nicht das tatsächliche Ergebnis“, sagt Olaf Wusterbarth. Das ergebe ein falsches Bild.

Voller Pharmasaal – der Kreisanglerverband hielt Rechenschaft für 2018. Quelle: Robert Roeske

Darüber hinaus äußerte sich ein Anglerfreund verwundert, dass Mitglieder eines Anglervereins mit neuem Outfit samt weißem Hemd, Schlips und Logo zur Versammlung antreten.

Für die Bewirtschaftung der Seen und den Erhalt der Arten haben die Anglerfreunde 2018 viel getan. In die rund 67 Seen und Fließgewässer mit 900 Hektar Fläche wurden jede Menge Fische eingesetzt. Allein im Havelkanal waren es 50 Kilo Aal, in der Oder-Havel-Wasserstraße 21 Kilo Glasaale und 700 Kilo Karpfen in den Oranienburger Lehnitzsee.

Auch Polizeihauptkommissar Frank Künzler von der Wasserschutzpolizei war eingeladen und aufgrund der guten Zusammenarbeit geehrt worden. Quelle: Robert Roeske

In allen Gewässern insgesamt waren das 39 Kilo Glasaale, 200 Satzaale, 6600 Karpfen und 1880 Zander. „Während die Karpfen und Zander aus Zuchtbeständen kommen, werden die Glasaale an der Atlantikküste in Spanien und Frankreich gefangen und hier ausgesetzt“, sagt Olaf Wusterbarth. „Das macht man, um den Aalen den schwierigen Aufstieg in die deutschen Flüsse und Bäche zu erleichtern. Von hier aus wandern sie dann zurück an ihre Geburtsstätte im Golf von Mexiko.“ Allerdings werden viele Fische den Seen und Fließgewässern im Gegenzug auch wieder entnommen.

Angler wünschen sich mehr Anerkennung für die Pflege der Seen

„Wir Angler entnehmen nicht nur Fisch, sondern tun auch viel für den Erhalt der vorhandenen Arten und für die Artenvielfalt“, sagt Harald Bunk (67) aus Zehlendorf von den Angelfreunden Heidekrautbahn. „Darüber hinaus engagieren wir uns für die Gewässergesundheit, indem wir zum Beispiel regelmäßig Wasserproben nehmen und für einen ausgewogenen Sauerstoffgehalt in den Seen sorgen. Viele Leute übersehen das leider oft“, sagt der Angelfreund. Am Ende der Veranstaltung wurden dann noch einige Angelfreunde und Oberhaveler für ihre ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet. Darunter auch der Jagdkreisvorsitzende von Oberhavel Thorsten Fanselow – er hat mit einem Zugfahrzeug den Info-Wagen vom Kreis-Anglerverband zu Info-Veranstaltungen gefahren.

Von Jeannette Hix

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