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Oranienburg ABS Hennigsdorf: Projekte kommen den Kommunen zu Gute
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ABS Hennigsdorf: Projekte kommen den Kommunen zu Gute

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16:28 27.10.2021
Mathias Lautenschläger erläutert einige der letzten Projekte anhand von Beispielbildern.
Mathias Lautenschläger erläutert einige der letzten Projekte anhand von Beispielbildern. Quelle: Foto: Stefanie Fechner
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Oranienburg

Mit fleißigen Händen sorgen derzeit Arbeiter dafür, dass sich an der Havelgrundschule in Oranienburg einiges bewegt. „Sie stellen einen Weg vom Schulhof durch den ehemaligen Schulgarten zu den Turnhallen her“, erklärte Projektbetreuer Mathias Lautenschläger den anwesenden Vertretern der Städte und Gemeinden Oranienburg, Hennigsdorf, Glienicke/Nordbahn, Liebenwalde, Birkenwerder und Kremmen im Rahmen der 23. Informations- und Pressetour der Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung (ABS Hennigsdorf).

Beschäftigungs- und Förderungsangebote für Langzeitarbeitslose

„Das ist die letzte Station unserer Tour“, erklärte Geschäftsführerin Kerstin Thiele. Zuvor waren die Teilnehmer in Hennigsdorf gestartet, wo gemeinsam der Hennigsdorfer Nachbarschaftstreff besucht wurde. „Dann waren wir in Birkenwerder, wo gerade ein Gehweg am Mühlenteich zurückgebaut werden muss“, so Kerstin Thiele. Dies sei notwendig geworden, weil dieser durch ein Absacken des Moores ebenfalls abgesackt war.

Der Endpunkt der Tour wurde dann in Oranienburg begangen. „Der ABS Hennigsdorf schafft Beschäftigungs- und Förderungsangebote für Menschen, die als Langzeitarbeitslose kaum noch eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben“, erklärte die Geschäftsführerin. Dabei sei die ABS Hennigsdorf „der Antreiber für die Dienstleister“, während die Tochtergesellschaft Pur gGmbH für die sozialen und gemeinnützigen Dienste zuständig ist.

Bündnis besteht bereits seit 1998

Gegründet wurde das Bündnis bereits 1998, wie Kerstin Thiele nicht ohne Stolz erzählt. „Als wir mit dem Teilhabechancengesetz angefangen haben, hat es fast ein Jahr gedauert, bis die Kommunen die Chancen und Synergien erkannt haben. Aber seitdem läuft es super.“ Die Mitglieder zahlen entsprechend ihrer Wirtschaftskraft einen Mitgliedsbeitrag, mit dem die Projekte finanziert werden.

Mit dem Satz „Sie rufen an, wir waren schon da“, hatte Projektleiter Michael Neye die Lacher auf seiner Seite. Aber so ganz Unrecht hat er damit nicht, wie sich im weiteren Verlauf herausstellt. Denn, wenn Not am Mann ist, sind er und seine Kollegen immer kurzfristig zur Stelle. „Und die praktischen Beispiele zeigen, dass solche Aktionen auch gar nicht mehr wegzudenken sind“, ergänzte Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther.

Arbeit ist mehr als Geld verdienen

„Außerdem sehen wir auch, wie sich die Menschen, die hier eine Chance auf Arbeit bekommen, zum Positiven verändern“, berichtete Kerstin Thiele. Denn Arbeit sei wesentlich mehr als „nur Brötchen verdienen“. An der Oranienburger Havelgrundschule werkeln die Arbeiter nicht zum ersten Mal: Im vergangenen Jahren wurden bereits Umrandungen aus naturbelassenen Materialien erstellt, zudem wurde der Sand in den Spielplätzen per Hand ausgetauscht. Wer sich einen Überblick über die Projekte in den einzelnen Kommunen machen will, kann dies unter www.abs-hennigsdorf.de tun.

Von Stefanie Fechner