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Oranienburg Abrissverbot-Verbot für den Speicher: Piraten sehen Verpflichtung beim Investor
Lokales Oberhavel Oranienburg Abrissverbot-Verbot für den Speicher: Piraten sehen Verpflichtung beim Investor
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17:22 18.12.2019
Der Speicher, umsäumt von Neubauten. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Mit Erleichterung hat die Piratenpartei die Entscheidung der unteren Denkmalschutzbehörde zum Abriss des Oranienburger Speichers zur Kenntnis genommen. Zuvor hatte die Behörde des Landkreises dem Investor mitgeteilt, dass man ihm einen Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes „nicht in Aussicht stellen“ könne. Dieser hatte Ende August mit Verweis auf die mangelnde Wirtschaftlichkeit des Gebäudes und zu erwartende Kostensteigerungen bei der Sanierung einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Projekt, welches neben der Sanierung des Speichers auch die Errichtung von Neubauwohnungen beinhaltet, müsse jedoch als Einheit betrachtet werden, so die Denkmalbehörde. Auch sei dem Investor der Zustand des Gebäudes bereits zum Kaufzeitpunkt bekannt gewesen.

„Damit teilt die untere Denkmalschutzbehörde grundsätzlich unsere Einschätzung“, sagt Thomas Ney, Stadtverordneter für die Piraten in Oranienburg. Ein endgültiger Beschluss stehe aber noch aus. „Die vorläufige Entscheidung der Denkmalschutzbehörde verschafft der Stadt etwas Zeit. Der Kampf um den Erhalt des Gebäudes und eine sinnvolle Nachnutzung geht aber weiter.“ Aus diesem Grund werde seine Fraktion den Antrag auf eine Resolution zum Erhalt des Speichers aufrecht erhalten. Er hoffe dabei auf eine breite Unterstützung aus allen Fraktionen.

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Ein eindeutiges Votum könne auch gegenüber der Denkmalschutzbehörde die Bedeutung des Gebäudes unterstreichen. Nur wenn dessen Erhalt nicht zur Disposition stehe, könne man mit dem Investor über Alternativkonzepte diskutieren. So könne geprüft werden, ob Teile des Gebäudes zu Wohnungen umgebaut werden und das Erdgeschoss als Laden- oder Kitafläche genutzt werden kann. Erst wenn Machbarkeitsstudien vorliegen, könne man mit dem Investor über Finanzierungskonzepte sprechen. „Der Ball liegt im Feld der TAS-Gruppe, die mit dem Erwerb des Gebäudes wissentlich eine hohe Verpflichtung eingegangen sei. Wir erwarten, dass man sich dieser stellt“, so Ney.

Von MAZonline

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