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Oranienburg Allen Barrieren getrotzt
Lokales Oberhavel Oranienburg Allen Barrieren getrotzt
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17:22 24.02.2019
Die Glüxritter stellten auch ein eigenes Team. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Die rührendste und auch passendste weil zugleich symbolträchtigste Szene des 2. Glüxritter-Cup fand ganz am Ende statt. Bei der Siegerehrung verzichtete die Frauenmannschaft des FSV Forst Borgsdorf auf die Auszeichnung für den besten Torhüter und übergab diese an den Torhüter des Glüxritters-Teams. „Das war ein magischer Moment, diese Augen, so strahlend, das macht diesen Cup einfach aus“, zeigte sich auch der 39-jährige Robert Remer aus Oranienburg gerührt.

Teilnehmer zeigen sich beeindruckt von der Organisation

„Es geht darum, Barrieren aufzuweichen und ein Bewusstsein für Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Dafür ist der Glüxritter-Cup der ideale Ort und generell die Aufgabe der Glüxritter fantastisch“, beschreibt Remer den Samstagnachmittag, der als Torhüter der OFC-Senioren den Turniersieg errang. Die Glüxritter engagieren sich leidenschaftlich für Kinder mit Down-Syndrom und organisierten zum zweiten Mal ein eigenes Hallenturnier in der Sporthalle des Louise-Henriette-Gymnasiums. Viele Menschen kamen, um zu helfen, auch Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke und Landrat Ludger Weskamp weilten unter den Besuchern. „Ich war zum ersten Mal dabei und bin völlig geplättet, wie toll dieses Turnier organisiert ist. Es fehlt an nichts. Es war beeindruckend zu sehen, wie alle miteinander umgegangen sind“, freute sich auch die 22-jährige Virgina Wesoli vom Frauenteam des FSV Forst Borgsdorf.

Oranienburger Senioren siegen nach Neunmeterschießen

Dass die Senioren des Oranienburger FC Eintracht am Ende nach Neunmeterschießen den Glüxritter-Pokal mit nach Hause nahmen, war nur am Rande wichtig. „Ich finde, man merkt schon, dass diese Veranstaltung das Bewusstsein für die Ängste und Nöte der Betroffenen stärkt. Es war klasse, wie viele im Vorfeld sich bereit erklärt haben, zu helfen. Und wenn man dann sieht, wie alle ohne Berührungsängste zusammen Spaß haben und Sport treiben, macht einen das einfach nur stolz“, zeigte sich auch Heiko Parpat beeindruckt, der sich intensiv an den Vorbereitungen beteiligte. Mit den anwesenden knapp 100 Zuschauern zeigte sich Parpat zufrieden, merkte aber auch das Wetter und einen eher ungünstigen Termin an. „Das tolle Wetter draußen treibt die Leute natürlich nicht in die Halle sondern nach draußen. Dazu begann auch heute auf vielen Plätzen die Rückrunde im Fußball, aber einen anderen Hallentermin bekamen wir nicht.“

Robert Remer: „Klar geht es um Sport, aber wichtiger ist es allen Barrieren zu trotzen“

Dennoch zeigten sich alle Anwesenden hochzufrieden mit der zweiten Auflage des Glüxritter-Cup. „Ich bin selber Vater geworden vor einiger Zeit und dann sieht man alles mit etwas anderen Augen. Ich finde die Arbeit von Mitbegründer Dennis Blume und seinen Glüxrittern toll und man kann gar nicht genug appellieren, zu helfen“, betont auch Remer die Wichtigkeit des Turnieres. „Klar geht es um Sport, aber wichtiger ist es allen Barrieren zu trotzen“, so Remer abschließend.

Von Knut Hagedorn

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