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Oranienburg Unwettergefahr: Alter Schlosspark in Oranienburg gesperrt
Lokales Oberhavel Oranienburg Unwettergefahr: Alter Schlosspark in Oranienburg gesperrt
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15:14 30.09.2019
Dunkle Regenwolken sind schon jetzt über Oberhavel zu sehen (Symbolfoto). Quelle: dpa
Oberhavel

Der Wind wehte am Montagmorgen frisch bis stark mit stürmischen Böen aus westlichen Richtungen auch über den Landkreis Oberhavel hinweg. Mit Tief „Mortimer“ zogen am Montag erste Herbststürme durch die Region. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte von 8 bis 15 Uhr eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen ausgegeben, bei denen er vor Geschwindigkeiten zwischen 85 km/h und 100 km/h warnte, die anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung aufkämen. In Schauernähe warnte der DWD gar vor orkanartigen Böen mit bis zu 110 km/h.

In Oranienburg wurde aufgrund der Witterungsverhältnisse am Vormittag vorsichtshalber der Alte Park gesperrt. „Dort stehen alte Bäume. Hier könnte es Gefahr geben“, sagte Mona Schröder von der Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO). „Der Schlosspark an sich ist noch offen – zumal dort auch der Durchgangsbetrieb zur Kita ist. Wir werden aber die Situation beobachten“, hieß es.

Bäume krachten auf Autos

Vermeldet wurden am Vormittag umgeknickte Bäume aus anderen Orten. Unter anderem in Hennigsdorf. Dort sei eine Birke auf ein Auto gefallen, schrieb jemand in der Facebook-Gruppe „Hennigsdorf verbindet.“

Experten warnten, dass auch bei Böen, die eine Geschwindigkeit von weniger als 90 km/h und damit noch nicht die Unwetterkriterien des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreichten, vor einem erhöhten Gefahrenpotenzial: So könnten lokal Gewitter auftreten und die Böen sich zu deutlich stärkeren bis in den schweren Sturm- oder gar orkanartigen Bereich (90 bis 110 km/h) entwickeln.

Da zum anderen die Bäume derzeit noch voll belaubt sind und damit eine große Angriffsfläche für den Wind bieten bedeutet dies, dass sie auch bei schon vergleichsweise niedrigen Windgeschwindigkeiten im Sturmbereich umstürzen können.

S-Bahn-Verkehr eingeschränkt

Für die S-Bahn und den Regionalverkehr wurde die Gefahr ganz real. Zwischen 10 und 11.30 Uhr stürzten in Oberhavel Bäume und Äste auf die Linien S1, S8 und RE6. Zwischenzeitlich ging dort gar nichts mehr. „Busse sind bestellt, aber wir haben mehrere Stellen, an denen wir Schienenersatzverkehr einrichten müssen“, begründete ein Bahnsprecher gegen Mittag, dass er nicht genau sagen könne, ab wann die Fahrgäste mit dem öffentlichen Nahverkehr weiterkommen.

Betroffen waren die Abschnitte der S1 zwischen Frohnau und Oranienburg, bei der S8 zwischen Schönfließ und Birkenwerder und beim RE6 (Prignitz-Express) zwischen Perleberg und Groß Pankow. „Die DB Netz versucht die Schäden schnell zu beseitigen“, teilte der Sprecher mit. Er rechne aber aufgrund der Vielzahl von Einsatzstellen damit, dass es bis in den Nachmittag hinein zu Verkehrseinschränkungen komme.

Die S-Bahnlinie S8 nahm nach MAZ-Informationen ab 13.50 Uhr ihren Betrieb wieder auf, während auf der S1-Linie auch gegen 15 Uhr noch keine Züge zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg verkehrten. Für Fahrgäste hieß das, zwischen Birkenwerder und Hohen Neuendorf auf die Linie S8 auszuweichen. Zudem wurden zwischen Birkenwerder und Oranienburg ersatzweise Busse eingesetzt.

Entwarnung um 15 Uhr

Gegen 15 Uhr schraubte der DWD seine Warnung schließlich von Stufe 2 auf Stufe 1 zurück und warnte damit „nur“ noch vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h, die aus westlicher Richtung aufkämen. Lediglich in exponierten Lagen sei noch mit Sturmböen bis 70 km/h zu rechnen, hieß es.

Von Sebastian Morgner

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