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Oranienburg Auf Schmetterlingssafari den Schlosspark durchstreift
Lokales Oberhavel Oranienburg Auf Schmetterlingssafari den Schlosspark durchstreift
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00:25 26.06.2019
Oliver Tim Klauke (9) aus Bergfelde mit einem Kleinen Eisvogel. Der Junge ist mit seinem Opa zur Wanderung gekommen, Schmetterlingsexperte Eckehard Scheibe aus Bergfelde. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

„Ich fühle mich in meine Kindheit versetzt“, sagt Burckhard Romanowski aus Schmachtenhagen. Damals habe er Schmetterlinge gesammelt – und die meisten Arten im Schlosspark wiederentdeckt.

Mehr als 80 Interessierte aus nah und fern haben am Sonntagvormittag im Oranienburger Schlosspark gemeinsam mit Experten die heimische Artenvielfalt an Tagfaltern erforscht.

Der 62-Jährige gehörte am Sonntagvormittag zu den mehr als 80 Teilnehmern einer Schmetterlingswanderung, zu der Reikja Priemuth eingeladen hatte. Die 36-jährige leitet das grüne Klassenzimmer im Schlosspark, das der Ausgangspunkt der Tour war.

Im „grünen Klassenzimmer“ konnten die Falter besonders nah betrachtet werden. Quelle: Helge Treichel

Mehrere hinzugeladene Schmetterlingsexperten hatten in Döschen und Kaffeebechern die von ihnen gefangenen Falter mitgebracht, um sie vor den leuchtenden Augen der kleinen und großen Teilnehmer wieder fliegen zu lassen. Nicht jedoch, ohne Namen und Lebensweisen erläutert zu haben. Zu den ehrenamtlichen Schmetterlingsexperten gehörte Frank Clemens, der seit fast 20 Jahren Führungen anbietet und als Landeskoordinator für das Tagfaltermonitoring in Berlin und Brandenburg fungiert, ebenso als Regionalkoordinator unter anderem für Oberhavel.

Mehr als 80 Interessierte nahmen an der diesjährigen Schmetterlingswanderung durch den Oranienburger Schlosspark teil. Quelle: Robert Roeske

Deshalb weiß er genau, dass im Oranienburger Schlosspark 40 der insgesamt 118 in Brandenburg vorkommenden Tagfalterarten anzutreffen sind. Das sei unter anderem der großen Wildkräuterwiese zu verdanken, die dort Mensch und Falter erfreut. Die Zahl der Nachtfalterarten sei im Schlosspark aber etwa zehnmal höher. Die hiesige Artenvielfalt sei mit 3400 Arten allerdings auch deutlich höher, so Clemens. Er stellt fest, dass die Artenvielfalt nicht so sehr zurückgegangen sei wie die Masse der Insekten an sich. Grund für den Schwund seien die intensive Landwirtschaft sowie andauernde Trockenheit. „Die Falter verhungern“, schildert Clemens die Folge.

„Es ist toll, dass die Wanderung so ein Erfolg ist“, freut sich Reikja Priemuth. „Nächstes Jahr gibt es definitiv wieder eine.“

Reikja Priemuth während der Tour auf der großen Kräuterwiese. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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